In der Vergangenheit prägten Feuchtwiesen den Charakter unserer Landschaft. Sie wurden von Flüssen und Bächen zum Teil regelmäßig überschwemmt, lokal blieb das Wasser dann mehr oder weniger lange stehen. Pflanzen und Tiere hatten sich auf einen Lebensraum angepasst, der durch eine hohe Bodenfeuchtigkeit, zeitweise Überschwemmung und sommerliche Austrocknungsphasen gekennzeichnet ist.

 

Eine der Bänken in Gangelt

Eine der Blänken in Gangelt

Mit umfangreichen Meliorationsmaßnahmen, speziell in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, wurde in diesen Lebensraum massiv eingegriffen. Durch Entwässerung und Düngung wurden die Feuchtwiesen großflächig in Fettwiesen oder in Äcker umgewandelt. /1/

Dieser Eingriff in die Natur hatte für viele dort angesiedelte Lebewesen fatale Folgen, Ihnen wurde ihr natürlicher Lebensraum genommen, auf den sie sich über Jahrhunderte spezialisiert hatten.

Heute wird versucht über eine Renaturierung den bedrohten Arten ihren natürlichen Lebensraum zurück zu geben. Speziell am Rodebach zwischen Gangelt und Süsterseel engagieren sich dafür die Mitglieder des Nabu RSK.

Feuchtheiße im Gangelter Bruch

Feuchtwiese  im Gangelter Bruch

 

So wurden zum Beispiel auf den angrenzenden Wiesen künstliche Wasserstellen (Blänken) geschaffen, wo sich nun nach und nach wieder Pflanzen und Tiere ansiedeln, die genau diese Lebensbedingungen benötigen.

Blänke bei Wehr

Blänke bei Wehr

Libelle bei der Eiablage

Libelle bei der Eiablage

Die Schönheit dieser Natur und den Veränderungssprozess an den Blänken im Bild festzuhalten ist Ziel des Projektes „Feuchtwiese“.

Der Spaß an der Fotografie und der Natur soll dabei im Vordergrund stehen.

 

/1/ siehe unter „Feuchtwiese“ bei  www.wikipedia.de