Im Juni 2017 führte mich eine Dienstreise nach Santiago de Querétaro. In der Sprache der Otomí, die hier in aztekischer Zeit hier lebten, bedeutet Querétaro „Platz der vielen Leute“. Die Indianer hatten Weitblick!

Der Ort hat eine schöne Altstadt, wo es zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit zu sehen gibt. Am späten Nachmittag des zweiten Tages war Zeit für einen kleinen Abstecher. Bei über 30 Grad im Schatten und in knapp 2000 Meter Höhe war die Tour durch das farbenprächtige Zentrum zwar sehr interessant, jedoch körperlich eine Anstrengung, zumal die innere Uhr bei 7 Stunden Zeitdifferenz signalisierte, dass es weit nach Mitternacht sei.

Viel Zeit zum Fotografieren war in den Folgetagen nicht, Schnappschüsse entstanden meist aus dem fahrenden Auto heraus. …….. Jedoch auf der Rückfahrt von Puebla bot sich die Möglichkeit für einen kurzen Zwischenstop in unmittelbarer Nähe der Autobahn bei Tula. Dort gibt es die Überreste eines kulturellen Zentrums der Tolteken zu bestaunen. Neben den Ruinen der Pyramiden und des Ballspielplatzes faszinierten die rot und gelb blühenden Kakteen.

Es war eine erlebnisreiche Reise, die bedingt durch die Zeitumstellung, die Höhenlage und die Sommertemperaturen recht anstrengend war. In Erinnerung bleiben mir vor allem sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen, die terminliche Absprachen jedoch nicht so ernst nehmen wie unsereins.