Der März war in diesem Jahr ungewöhnlich kalt und brachte selbst bis in den Selfkant nochmals Frost und Schnee.
Obwohl es am 15.3.2018 bedeckt und kalt war, entschloss ich mich zu einem ersten Ausflug zu „meiner Wiese“ bei Süsterseel. Was gab es Neues? Erwartungsgemäß nichts. Alles grau in grau.

Die Forstfahrzeuge, die im Winter Holz gemacht hatten, haben tiefe Spuren hinterlassen.

 

Einen ersten Lichtblick boten die vom leichten Regen noch nassen Weidenkätzchen.

Bilder vom 19.3.2018; hier musste jemand Federn lassen.

 

 

Längst verblüht / Sturmschaden

Am 20.3.2018 war es zwar immer noch kalt, jedoch waren die Wolken verschwunden und die Sonne schaffte knapp 10 Grad Celsius bei unangenehmen Ostwind.

 

In dem künstlich angelegten Teich konnte ich erstmals Laich entdecken. Im vergangenen Jahr gab es den hier noch nicht.

 

Es war offensichtlich warm genug, dass eine Hummel bereits ihr Winterquartier verlassen hatte. Jürgen Börner /1/ schreibt auf seiner Seite hummelfreund.com, dass jede Hummel, die im zeitigen Frühjahr auftaucht eine Königin ist. „Nachdem sich die Hummel aus der Erde herausgearbeitet hat, nimmt sie ein Sonnenbad, um sich aufzuwärmen. Danach fliegt die junge Hummelkönigin die ersten Blüten an, um sich mit Nektar (Kohlenhydraten) zu stärken. Wichtig ist, dass genügend Trachtpflanzen (Nährstofflieferanten) erreichbar sind. „ (In meinem Fall war sie zu schnell verschwunden – kein scharfes Foto.)

 

 

24.3.2018

Als erste Blüten kommt weit und breit nur der gemeine Huflattich in Frage. „Die Knospen bilden sich im Herbst in den Achseln der Rosettenblätter und so ist die Pflanze schon zeitig im Frühjahr bereit zu blühen. Die Blüten sind nur an warmen sonnigen Tagen geöffnet. Die Blätter entwickeln sich später.“ /2/ „Huflattich (Tussilago farfara) hat den Nektarwert 2 und den Pollenwert 3. Blühmonate sind März, April und Mai. Huflattich gehört zu den Stauden. Sie wird typischerweise 0.1 bis 0.3 m hoch und hat den floristischen Status einheimisch. Die Attraktivität für Wildbienen ist hoch. Man findet die Pflanze oft auf Feldern, an Wegen und in Wiesen.“ ist in /3/ zu lesen.

31.3.2018

Bis zum letzten Tag im März hat sich auf der Wiese nicht viel geändert. Eine Weide wurde stark beschnitten. Schade, bieten doch die Blüten dieser Pflanze gerade die Nahrungsgrundlage für Wildbienen. Sowohl der Nektar- als auch der Pollenwert sind sehr gut. /4/

Nektar ist eine wässrige Flüssigkeit, die reich an verschiedenen Zuckerarten wie Saccharose, Glucose und Fructose ist und auch Mineralstoffe und Duftstoffe enthält. Der Nektar wird von Pflanzen als Drüsensekret aus den Nektarien (Honigdrüsen) ausgeschieden, um Tiere anzulocken, die den Pollen dieser Pflanzen zu Blüten der gleichen Art zum Zweck der Fortpflanzung (geschlechtliche Vermehrung) transportieren sollen. Nektarien können auch außerhalb der Blüten an Blattstielen sitzen.“  /5/

Die abgeschnitten Zweige treiben dennoch und wurden von einer Steinhummel besucht.

 

Bild rechts: Ein Untermieter im Schneckenhaus

 

Ganz unscheinbar am Boden blüht das behaarte Schaumkraut (links). Das Frühlings-Scharbockskraut (rechts) zeigt schon seit längerem seine gelben Blüten.

/1/ https://www.hummelfreund.com/alles-über-die-hummel
/2/ http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/gemeiner-huflattich
/3/ http://www.trachtfliessband.de/pflanzen/huflattich-tussilago-farfara
/4/ http://www.trachtfliessband.de/pflanzen/weide-salix-spec
/5/ https://de.wikipedia.org/wiki/Nektar_(Botanik)