fotointern.ch beschreibt die Vorzüge des neuen Tools „Luminanzmaske“ wie folgt: „Als eines der drei neuen Maskierungswerkzeuge bietet die Luminanzmaske die Möglichkeit, Maskierungen basierend auf der Helligkeit von Pixeln zu erstellen. Diese neue Maskierungstechnik eignet sich besonders für Landschaftsaufnahmen und High-Key-Porträts, da sie eine schnelle Maskierung anhand der Helligkeitsinformationen einer Aufnahme ermöglicht und somit das langwierige Zeichnen aufwendiger Masken überflüssig macht. Sobald ein Luminanzbereich festgelegt und korrekt eingestellt wurde, kann nahezu jedes Bearbeitungswerkzeug auf die Maske angewendet werden. Die mit dem Luminanzbereichswerkzeug erstellten Masken sind dynamisch und können jederzeit angepasst und modifiziert werden. Im Gegensatz zu einer manuell gezeichneten Maske können Anpassungen des Luminanzbereichs auf andere Bilder übertragen werden, wobei der Effekt auf der Luminanz des jeweiligen Bildes basiert. Diese Funktion sorgt für enorme Zeitersparnis, da sie die Erstellung zusätzlicher Masken für jede einzelne Aufnahme eines Shootings überflüssig macht. Die neuen Luminanzbereichsmasken eröffnen damit eine grosse Bandbreite an Bearbeitungsmöglichkeiten, von der selektiven Rauschunterdrückung bis hin zur präzisen Farbkorrektur.“

Googelt man im Web nach dem Begriff Luminanzmaske, findet man fast ausschließlich Erläuterungen, die sich auf Photoshop beziehen.

Das Arbeiten mit Luminanzmasken ist in Capture One für meine Begriffe viel einfacher und recht intuitiv.

Luminanz ist das Maß für die Helligkeit von Bildpunkten. In Capture One bedient man sich der Tonwertkurve um einen entsprechenden Helligkeitsbereich auszuwählen. (Der Begriff Tonwert bezieht sich auf die unterschiedlichen Stufen zwischen Hell und Dunkel eines Farb- oder Schwarzweiß-Bildes.)

Nachstehendes Bild habe ich heute bei Schalbruch aufgenommen.  (XF14mmF2.8; ISO 800; 1/250s; f/8)


Ausgangsbild – fehlende Zeichnung im Himmel

Im HDR Werkzeug wurde der Himmel sichtbar gemacht (HDR – Lichter auf 100) und über eine lokale Farbanpassung habe ich das Bild (Laub) farblich etwas aufgepeppt.

Mittels Pipette im Tool „Tonwerte“ habe ich dann bestimmt, welche Tonwerte für den Himmel repräsentativ sind. Dann habe ich eine neue Ebene mit linearer Verlaufsmaske erzeugt und den Luminanzbereich entsprechend auswählt (eigentlich Tonwertbereich) und die Sättigung erhöht. (81)


Luminanzmaske mit Angabe des Tonwertbereiches

Somit konnte dem Himmel noch ein freundliches Aussehen verpasst werden. Alle anderen Tonwertbereiche bleiben unbeeinflusst.


Information zur lokalen Farbanpassung (angewendet auf das ganze Bild)


Das bearbeitete Bild


Vorher / Nachher


Eine „Novembergrau“ Variante


Gleiches Vorgehen wie beim ersten Bild, nur wurde hier die Sättigung reduziert, s.d. die weißen Wolken besser zur Geltung kommen.

Luminenz auf das ganze Bild anwenden:

  1. Schritt neue leere Ebene
  2. Maske füllen (sonst lässt sich kein Luminenzbereich auswählen)

Nachtrag: Luminosity Masking 

weitere Bilder von der heutigen Tour