Säbel-Dornschrecke


Als ich am Wochenende die Aufnahme von der Dunklen Wolfsspinne gemacht habe, fotografierte ich am Ufer der Blänke noch ein „kleines braunes Etwas“, ca. 10 – 15 mm groß, was bei meinem Erscheinen unter die Wasseroberfläche abtauchte, dort aber weiter verharrte. Daheim am Computer konnte ich dann mehr sehen. Doch was war das, eine Heuschrecke, die tauchen kann?
Mit Unterstützung von Maria und Thomas vom Nabu Selfkant kam dann der Hinweis, dass es sich um eine Säbel-Dornschrecke handeln kann. Bei Wikipedia ist zu lesen, dass die in Feuchtgebieten lebenden Tiere wahrscheinlich im Wasser überwintern.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Säbel-Dornschrecke

Bilder (6.4.2019)

Dunkle Wolfsspinne


„Das Verbreitungsgebiet der Dunklen Wolfsspinne verläuft über ganz Europa. Dabei werden alle möglichen unbewaldeten Lebensräume bewohnt, die nicht zu trocken sind, wie Feuchtwiesen. Oft ist die Art auch an Gewässerufern anzutreffen. Als einzige Art der Gattung Pardosa kann die Dunkle Wolfsspinne auf dem Wasser laufen. In bewaldeten Gegenden teilt sich die Dunkle Wolfsspinne häufig Lebensräume auf Waldlichtungen mit Pardosa lugubris und zählt zusammen mit ihr zu den häufigsten Spinnenarten Deutschlands.“ –

https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Wolfsspinne

aufgenommen im Gangelter Bruch

Bilder (6.4.2019)

Unser Garten im März

Das Insektensterben ist in aller Munde, viele vergessen jedoch bei der Diskussion dabei, dass sie selbst einen Anteil daran haben. Vorgärten werden zu pflegeleichten Steinwüsten umfunktioniert. Bei uns blühen bereits im Frühjahr die Krokusse, was von den Hummeln auch gut angenommen wird. Doch soll nicht unser Vorgarten Thema der Dokumentation, vielmehr die ca. 600 Quadratmeter hinter dem Haus.

2014 haben wir den Garten komplett umgestaltet. Von großen Sträuchern und Thujahecken haben wir uns getrennt. Unter der Randbedingung einen möglichst einfach zu pflegenden Garten zu bekommen, war es uns wichtig, dass es möglichst lange grünt und blüht. Dies ist uns gut gelungen. Bereits im letzten Jahr herrschte in unserem Garten mehr „Flugverkehr“ als auf den umliegenden Wiesen in freier Natur.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen die Vielfalt der Insekten zu dokumentieren. Über den Winter lassen wir die Gräser stehen, damit es in der grauen Jahreszeit weniger trostlos aussieht. Anfang März schneiden wir die Pflanzen und Gräser des letzten Jahres ab und schaffen Platz und Licht für Neues.

Pfirsichblüte
morgens…
Naturwiese

Zu den ersten Insekten im Garten gehören Sandbienen und Hummeln. Mauerbienen bauen ihre Nester in den Rolläden unseres Wohnzimmers.

„Aufgrund ihres Nistverhaltens ist die Rostrote Mauerbiene häufig in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden. Die 8 bis 14 Millimeter großen Insekten nutzen vorhandene Hohlräume in Trockenmauern, Löß- und Lehmwänden, aber auch in Totholz, lockerem Gestein und zahlreichen anderen Strukturen, um darin ihre einzelnen gemörtelten Brutnester anzulegen. Nester dieser Biene wurden schon in Türschlössern, in der Plastikhülle eines Rolladenstoppers und sogar in einer Holzflöte gefunden. Gerne nimmt die Rostrote Mauerbiene künstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an.“ /1/

/1/ https://www.nabu.de/news/2018/11/25571.html

Saubermachen

Im ersten Bild ist zu sehen, dass zunächst „sauber gemacht wird“. Dann beginnt das Brutgeschäft des neuen Jahres. Es werden Brutzellen gebaut, die Pollen und Nektar gefüllt werden, was mit einer intensiven Flugtätigkeit verbunden ist. Dieses Schauspiel kann ich jedes Jahr an unserem Fensterrahmen beobachten.

Leider ist nicht ganz so einfach ein gutes Foto zu bekommen. Beim Ausflug ist es kaum möglich zu fotografieren, da sie sofort wegfliegen. Besser geht es beim Anflug, da man sie hört.

Ich hatte neben das Loch zeitweise einen Flaschenöffner gestellt, damit ich so ca. 1 cm vor dem Loch scharf stellen kann, das ist so in etwas die Position, wo die Biene beim Einflug kurz verweilt. Doch das hat sie enorm gestört. Sie blieb vor dem Loch stehen und konnte sich zunächst nicht entscheiden reinzufliegen. Erstaunlich was sie für ein Gedächtnis hat. Komischerweise lässt sie sich von mir in keiner Weise stören.

Im letzten Sommer entstand ein kleines Bienenhaus aus Bambus. Jetzt wurde es von Mauerbienen angenommen.

Anflug


Mauerbiene

In unserem anderen Miniinsektenhotel sind die meisten Zimmer belegt. Einige große Löcher sind unbewohnt. Hier hatte es sich eine Wildbiene über Nacht gemütlich gemacht. Die Morgenstarre erlaubte es ihr nicht zu flüchten, schwups wurde sie fotografiert.

Freies Bett im Insektenhotel
Insektenhotel

Zu den ersten Gästen gehören auch Sandbienen.

Sandbiene

Feldsandlaufkäfer – Ein äusserst agiler Käfer, der kaum zur Ruhe kam und somit nur schwer zu fotografieren war. „Die Imagines jagen von April bis September in blitzschnellen Sprints Spinnen und kleine Insekten. Die Larven leben in selbstgegrabenen bis 40 cm tiefen Erdgängen und lauern in deren Öffnungen auf Beute. Im Garten sieht man die Käfer und die Löcher ihrer Larven auf Wegen und vegetationsarmen Flächen.“ /2/

/2/ http://www.wildbienen.de/wbi-r310.htm

Feldsandlaufkäfer

Bilder in höherer Auflösung

(Bilder in der Reihenfolge der Enstehung)