Capture One 12 entdecken – Die Luminanzmaske

Capture One 12 entdecken – Die Luminanzmaske

fotointern.ch beschreibt die Vorzüge des neuen Tools „Luminanzmaske“ wie folgt: „Als eines der drei neuen Maskierungswerkzeuge bietet die Luminanzmaske die Möglichkeit, Maskierungen basierend auf der Helligkeit von Pixeln zu erstellen. Diese neue Maskierungstechnik eignet sich besonders für Landschaftsaufnahmen und High-Key-Porträts, da sie eine schnelle Maskierung anhand der Helligkeitsinformationen einer Aufnahme ermöglicht und somit das langwierige Zeichnen aufwendiger Masken überflüssig macht. Sobald ein Luminanzbereich festgelegt und korrekt eingestellt wurde, kann nahezu jedes Bearbeitungswerkzeug auf die Maske angewendet werden. Die mit dem Luminanzbereichswerkzeug erstellten Masken sind dynamisch und können jederzeit angepasst und modifiziert werden. Im Gegensatz zu einer manuell gezeichneten Maske können Anpassungen des Luminanzbereichs auf andere Bilder übertragen werden, wobei der Effekt auf der Luminanz des jeweiligen Bildes basiert. Diese Funktion sorgt für enorme Zeitersparnis, da sie die Erstellung zusätzlicher Masken für jede einzelne Aufnahme eines Shootings überflüssig macht. Die neuen Luminanzbereichsmasken eröffnen damit eine grosse Bandbreite an Bearbeitungsmöglichkeiten, von der selektiven Rauschunterdrückung bis hin zur präzisen Farbkorrektur.“

Googelt man im Web nach dem Begriff Luminanzmaske, findet man fast ausschließlich Erläuterungen, die sich auf Photoshop beziehen.

Das Arbeiten mit Luminanzmasken ist in Capture One für meine Begriffe viel einfacher und recht intuitiv.

Luminanz ist das Maß für die Helligkeit von Bildpunkten. In Capture One bedient man sich der Tonwertkurve um einen entsprechenden Helligkeitsbereich auszuwählen. (Der Begriff Tonwert bezieht sich auf die unterschiedlichen Stufen zwischen Hell und Dunkel eines Farb- oder Schwarzweiß-Bildes.)

Nachstehendes Bild habe ich heute bei Schalbruch aufgenommen.  (XF14mmF2.8; ISO 800; 1/250s; f/8)


Ausgangsbild – fehlende Zeichnung im Himmel

Im HDR Werkzeug wurde der Himmel sichtbar gemacht (HDR – Lichter auf 100) und über eine lokale Farbanpassung habe ich das Bild (Laub) farblich etwas aufgepeppt.

Mittels Pipette im Tool „Tonwerte“ habe ich dann bestimmt, welche Tonwerte für den Himmel repräsentativ sind. Dann habe ich eine neue Ebene mit linearer Verlaufsmaske erzeugt und den Luminanzbereich entsprechend auswählt (eigentlich Tonwertbereich) und die Sättigung erhöht. (81)


Luminanzmaske mit Angabe des Tonwertbereiches

Somit konnte dem Himmel noch ein freundliches Aussehen verpasst werden. Alle anderen Tonwertbereiche bleiben unbeeinflusst.


Information zur lokalen Farbanpassung (angewendet auf das ganze Bild)


Das bearbeitete Bild


Vorher / Nachher


Eine „Novembergrau“ Variante


Gleiches Vorgehen wie beim ersten Bild, nur wurde hier die Sättigung reduziert, s.d. die weißen Wolken besser zur Geltung kommen.

Luminenz auf das ganze Bild anwenden:

  1. Schritt neue leere Ebene
  2. Maske füllen (sonst lässt sich kein Luminenzbereich auswählen)

Nachtrag: Luminosity Masking 

weitere Bilder von der heutigen Tour

Digitale Fantasien um das Ardvreck Castle

Die Burgruine des Ardvreck Castle am Ufer des Loch Assynt in den schottischen Highlands ist ein sagenumwogender Ort. Der Marquess of Montrose soll noch heute als grau gewanderter Mann umher gehen, die Tochter des Erbauers wandelt ebenfalls in dem alten Gemäuer. Ihr Vater hatte sie dem Teufel versprochen, sie stürzte sich jedoch vom Turm. Wie man auf den Bildern sieht, ist nachts doch etliches los in und um die Ruinen des Ardvreck Castle …..

 

Bildquellen:

  
Das Ardvreck Castle, aufgenommen im Sommer 2014. Wolken über den Tiefenauer Teichen und ein Wolf aus dem Wildpark Gangelt.

 

Ein Detail des Ardvreck Castle, fotografiert im Sommer 2014 und ein festlich gedeckter Frühstückstisch, aufgenommen während unseres Provenceurlaubs 2016.

Bildquellen:

 

 

In den isländischen Volkssagen finden sich zahlreiche Geschichten über das Auferwecken der Toten. Die Leute von Strandir scheinen überragend darin gewesen zu sein, mit Geistern umzugehen und hatten auch das Wissen, Tote aufzuwecken. Einer der berühmtesten isländischen Zauberer besuchte Schottland.

Bildquellen:

  

 

Eine Lampe sorgt für Licht.

Bildquellen:

 

 

digitale Fantasien 

Wirkung von Licht und Schatten

In der Landschafts- und Naturfotografie geht es vor allem darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nur so entstehen beeindruckende Fotos. Für Reportagen und Berichte sollte die Wirklichkeit abgebildet und nicht künstliche Welten erschaffen werden. Nun ist die Zeit Fotos aufzunehmen natürlich begrenzt und es ist auch nur bedingt möglich ständig an spektakulären Orten zu verweilen. Eine Methode den Bildern einen speziellen Touch zu geben ist die Umsetzung in S/W. Eine stärkere Bildaussage kann dann zusätzlich mit dem Setzen von Licht und Schatten erreicht werden. Der Filter „Ausleuchtung“ von Affinity Photo simuliert Umgebungs-, Punkt-, Richtungs- und Spotlichter.

Abbaye De Silvacane

Abbaye De Silvacane

Neben Lichteffekten sind auch Struktureffekte möglich. Für die RAW Entwicklung und S/W Umwandlung nutzte ich Capture One. Nachdem dann der Beleuchtungsfilter in Affinity Photo angewandt wurde, erfolgt die Endbearbeitung meist wieder mit Capture One. Mitunter erfolgt die S/W Umwandlung als letzter Schritt. Bei den nachstehenden Motiven wurden Bilder genutzt, die bereits schon deutliche Helligkeitsunterschiede aufweisen.

Eine Ausnahme ist das Ziegeldach (17.12.2017), das war eine Aufnahme ohne signifikante Unterschiede in der Helligkeit. Der Lichteffekt wurde durch den Affinity Photo Filter erzeugt. Durch ein anheben der Mitteltöne (in C1)  kann der Lichteffekt verstärkt werden, was jedoch oft ein sehr körniges (kontrastreiches) Bild (siehe Pflasterbereich im Bild mit der Laterne) zur Folge hat. Hier wurden ausschließlich die Farbfilter im S/W Modus benutzt um den Lichteffekt zu intensivieren.

Abbaye De Silvacane, Provence

Die Abtei Abbaye de Silvacane liegt am linken Durance Ufer in der Gemeinde La Roque d’Anthéron im Département Bouches-du-Rhône. Das Zisterzienser-Kloster wurde kurz vor 1145 gegründet. Der Name Silvacane – silva bedeutet „Wald“ und cana „Schilf“.

Abseits des offiziellen Weges in der ehemaligen Heringsfabrik Djúpavík, Island

Die Heringsfabrik in den isländischen Westfjorden war Mitte des 20. Jahrhunderts eine der größten und modernsten in Europa. Nach 1944 wurde der Fischfang merklich geringer, bis er 1950 fast gänzlich versiegte – das war auch das Ende der Fabrik. 2003 wurde in der ehemaligen Heringsfabrik eine kleine Ausstellung eröffnet. Weitaus interessanter ist der nicht zugängliche Teil der Gebäude mit den alten Maschinen.

The night train is coming

Die Bilder wurden im September 2008 bei der Selfkantbahn, der letzten noch erhaltenen schmalspurigen Dampfkleinbahn in Nordrhein-Westfalen, aufgenommen. Der Aufnahmezeitpunkt war der späte Vormittag, anlässlich des Erntedankfestes. Die Bearbeitung zum Nightrain erfolgte im Dezember 2017.

Lichtspiele in den Mühlen des Selfkants
Landschaften im Selfkant
Late Night; Straßenlaterne in Gangelt (15.12.2017)
Unterputzbeleuchtung (18.12.2017)
Hilfe meine Sanduhr ist stehe geblieben (19.12.2017)
Gut geschmiert (20.12.2017)
Herbstblatt (23.12.2107)

zu den Bildern  

Ein Baum verwandelt sich

Samstag, 2.12.2017. Die Sonne versteckte sich hinter zähem Nebel, bestes Schmuddelwetter knapp über dem Gefrierpunkt. Dennoch musste ich raus an die frische Luft. Also ab auf‘s Rad auf der Suche nach einem geeigneten Fotomotiv, die XT 10 mit dem 27mm Pancake in der Bauchtasche. Erst hatte ich die alten Kastanien bei Havert im Visier, doch dann erinnerte ich mich an die alleinstehende Weide in der Nähe von Hastenrath. Als ich sie in der Ferne erkennen konnte, kam auch eine Idee zur Bildbearbeitung. Statt grau in grau sollte der Realität zum Trotz ein Winterbild entstehen. Die Weide hatte noch jede Menge Blätter, gelbe Blätter. Diese lassen sich im S/W Modus sehr schön entfärben und in ein winterliches Weiß verwandeln.

So fand ich den Baum vor. (ISO 200, f/4; 1/400s)

Und so wurde es Schritt für Schritt mittels Capture One 11 kälter und kälter …. Die Bearbeitungsschritte im Einzelnen:

Noch im Farbmodus wurde die Belichtung auf 1,76 angehoben, s.d. alles heller und die Blätter deutlich sichtbar werden (Screenshot ist S/W). Dann habe ich den S/W Modus aktiviert und in der gleichen Ebene mittels Farbeditor den Blättern mehr Sättigung gegeben und deren Helligkeit erhöht. Mittels Filter wurden die Farben manipuliert, so dass es Winter wurde.

Im nächsten Schritt habe ich das Feld wieder besser kenntlich gemacht, indem in diesem Bereich die Belichtung wieder zurück genommen wurde

Mittels Tiefen / HDR wurden dann dem Stammbereich mehr Details zurück gegeben. Auf eine genau Auswahl kam es hier nicht an, da die Nachbarbereiche fast keine Zeichnung in den Tiefen haben.

Im letzten Schritt habe ich eine Verlaufsmaske gewählt um sanfte Übergänge zu bekommem. Der Winterlook wurde im oberen Bildbereich durch eine stärkere Belichtung, mehr Struktur und durch eine Anhebung der Mitteltöne in der Farbbalance verstärkt. Der Mittentonbereich wurde mehr belichtet. Fertig!

Das Ergebnis (Capture One)

Die gleiche Aufnahme habe mit ON1 Photo RAW 2018 bearbeitet. Die Möglichkeit einzelne Farben zu manipulieren gibt es bei dieser Software nicht. Das Maskierungswerkzeug „Perfect Brush“ versagt im Bereich der Äste vollständig. Die Regler zum aufhellen wirken etwas anders als bei Capture One, ebenso werden Highlights und Midtones anders interpretiert. Auch hier ist es gelungen einen Winterlook zu erstellen, jedoch lassen sich nicht so feine Unterschiede wie bei Capture One 11 herausarbeiten, so wird der Stamm zwangsläufig immer mit aufgehellt. Oder man müsste ihn in mühevoller Kleinarbeit bearbeiten.

Das Ergebnis (ON1)

1 … 2 … 3 … mehr Farbe ins Bild mit Capture One Pro

Der Farbeditor von Capture One Pro ist eine Extraklasse für sich. Einzelne Farben lassen sich zielgerichtet in ihrer Intensität beeinflussen.
Das nachstehende Foto wurde am abendlichen Ostseestrand im Gegenlicht aufgenommen.
Die Farben des Flascheninhaltes sind blass und verwaschen.

Fuji X-T1; XF56mmF1.2R
ISO400; 1/3.1s; f/5.6

Zunächst wurde die Überbelichtung korrigiert, der Bildausschnitt gewählt und dem Bild wurde mehr Schärfe gegeben.

Arbeitsschritte:

  • Bild zuschneiden
  • Highlight auf 100
  • Tonwerte korrigieren
  • Klarheit angehoben

Mit der Pipette wurde der Farbton der Waschlotion gewählt und die Sättigung leicht angehoben ….

….. und fertig! Das Spiel der Sonne mit dem Flascheninhalt kommt sehr gut rüber, alle anderen Bildbereiche bleiben von der Bearbeitung unbeeinflusst.