In unserem Lavendel ist was los

In unserem Lavendel ist was los

  • Artikel in Bearbeitung –

Dass, was ich eigentlich in der „freien Natur“ suche, finde ich inzwischen in unserem Garten. Vor 3 Jahren haben wir diesen völlig neu gestaltet und bei der Pflanzenauswahl darauf geachtet, dass ständig etwas blüht und speziell Schmetterlinge oder Bienen Nahrung finden. Heute kann man sehen, dass unser Konzept aufgegangen ist. Zur Zeit herrscht im Lavendel ein reges Treiben…..Hauptsächlich sind es Hummeln, die hier nach Nahrung suchen.

Gartenhummel oder Dunkel Erdhummel  Bild: garten__18-06-25_P6250555
Helle Erdhummel  Bild: garten__18-06-24_P6240334

Auch eine Krabbenspinne liegt auf der Lauer. Auf den Bildern ist schön zu sehen, wie sie ihre Fangarme ausgebreitet hat und auf Beute lauert. Die Hummeln konnte sie jedoch nicht packen. Sobald diese die Spinne bemerkten, legten sie den „Rückwärtsgang“ ein. Dieses Fluchtmuster war allen gemein.

Auch Schmetterlinge lieben den Lavendel – an der Lavendelnektarbar … Mit etwas Fantasie kann ich durchaus „unterschiedliche Typen“ entdecken. Den Genießer, den heimlichen Trinker, einer hält sich krampfhaft an der Theke fest – „5 vor 12“, einer schafft es nicht mehr den Rüssel einzutauchen (total high) und den Eleganten… (ich hab noch nichts getrunken)

Kleiner Weißling  Bild: garten__18-06-25_P1370031
Zitronenfalter:     Bild: garten__18-06-26_P1370073

Paarung im Lavendelstrauch ….

zu den Bildern

Silberner Grünrüssler

Silberner Grünrüssler

Die beiden ca. 5 mm großen Käfer entdeckte ich heute beim Heckeschneiden. Sie hatten es sich dann auf meinem Schuh bequem gemacht. Eine ideale Position für ein paar Aufnahmen.  Die kurzen, langgestreckten Schuppen geben dem eigentlich schwarzen Käfer sein Aussehen. Die Vorderbeine des Männchens haben deutlich Spuren hinterlassen. Dort wo die Schuppen fehlen, ist der schwarze Körper zu sehen. Nach dem Shooting ging es zurück ins Grüne. Die kleine Unterbrechung hat die beiden wohl nicht gestört.

 

 

Frisch geschlüpft

Frisch geschlüpft

Ich hatte heute am Ufer des Anglerteiches zwischen Tüddern und Süsterseel Ausschau nach Larvenhäuten gehalten, um zu sehen, ob die Libellen schon schlüpfen. Denn die Metamorphose der Libellen steht  auf meiner fotografischen Wunschliste ganz oben. Die Suche blieb leider erfolglos. Aber ca. 2 Meter vom Ufer entfernt saß im Gras eine junge, noch flugunfähige Keiljungfer. Das war ein Volltreffer!!

Ich vermute, es handelt sich um eine Westliche Keiljungfer.

weitere Bilder

12.5.2018 / Vieles deuted darauf hin, dass es sich um eine westliche Keiljungfer handelt.

„Die Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) ist eine Libellenart aus der Familie der Flussjungfern (Gomphidae). Diese gelb-schwarz gefärbte Großlibelle (Anisoptera) besiedelt als einzige Vertreterin ihrer Familie vorwiegend stehende Gewässer – alle anderen Gomphiden benötigen Fließgewässer für ihre Larvalentwicklung. In Mitteleuropa galt sie bis vor einigen Jahrzehnten als äußerst selten; inzwischen zeigt die Art hier eine Ausbreitungstendenz und man kann ihr in Flusstälern mit Kiesabbaustätten häufiger begegnen.“

„Die Expansion des Verbreitungsgebietes wird zum einen mit klimatischen Veränderungen, zum anderen mit einem erhöhten Biotopangebot erklärt. Die Westliche Keiljungfer nutzt vor allem Baggerseen in Kiesgruben als Sekundärlebensräume und hat insofern von deren Zunahme profitiert. Insbesondere in Flussauen entstehen oft großräumige Nassabbaustellen von Kiesen und Sanden. Heute stellen diese klaren, vegetationsarmen Baggerseen den wichtigsten Lebensraumtyp von Gomphus pulchellus dar; darüber hinaus besiedelt sie Stauseen, eutrophe Moorweiher, Altarme von Flüssen, Flussunterläufe und breite, träge fließende Kanäle. Gemeinsame Merkmale dieser Gewässer sind besonnte, offene (wenig bewachsene) Sand-, Kies- oder Geröllufer, verbunden mit tieferen Wasserzonen, die feinkörnige bis schlammige Sedimente aufweisen.“

„Der Schlupf erfolgt mitunter nur wenige Zentimeter von der Wasserlinie entfernt an Strukturen jeglicher Art (Pflanzen, Treibholz, Steine etc.). Manchmal ist das Abdomen dabei sogar noch untergetaucht. Andere Larven entfernen sich aber auch mehrere Meter vom Wasser oder klettern bis zu zwei Meter hoch in die Uferstrukturen. Der Schlupfvorgang vollzieht sich innerhalb einer Viertelstunde bis einer Stunde, ist also für eine Großlibelle von sehr kurzer Dauer. Trotzdem fallen dabei und auch in der anschließenden Aushärtungsphase sehr viele Individuen Wellenschlag oder aber Fressfeinden wie Bachstelzen, Sperlingen, Fröschen oder Ameisen zum Opfer.“ /1/

Als Flugzeit wird in /2/ Anfang Mai bis Anfang August angegeben. Auch diese Angabe passt zur Beobachtung.

Den Schlupf bei noch untergetauchtem Abdomen auf treibenden Pflnazenresten konnte ich vermutlich am 12.5. beobachten.

Larvenhaut in unmittelbarer Nähe des ersten Aufnahmeortes

/1/ https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Keiljungfer
/2/ https://www.libellen.tv/libelle_westliche-keiljungfer_gomphus-pulchellus.html

 

Mauerbiene beim Frühjahrsputz

Mauerbiene beim Frühjahrsputz

„Die meisten Bienenarten leben – wie auch die meisten Wespenarten – alleine. Es sind solitäre Bienen beziehungsweise Wespen. Es gibt keine hilfreichen Arbeiterinnen, sondern nur Männchen und Weibchen, von denen nur die Weibchen Nestbau und Brutpflege betreiben. In der Erde oder Ritzen in Holz oder Lehmgefach werden die mit Pollen verproviantierten Eier in einzelnen Kammern deponiert.“ /1/ „Im zeitigen Frühjahr, meist schon in der 1. Märzwoche, finden wir die ersten Mauerbienen vor. Den Winter haben sie als fertige Insekten in ihren Brutzellen verbracht. Die wärmenden Sonnenstrahlen, die zunehmende Tageslänge veranlassen sie, ihre Nester zu verlassen. Wenn das Weibchen, nach der Begattung durch ein Männchen, einen geeigneten Nistplatz gefunden hat, der meist in der Nähe ihres Geburtsortes liegt, beginnt sie mit der Reinigung des Hohlraumes.“ /2/

Als Domizil hat sich diese Gehörnte Mauerbiene unser Wohnzimmerfenster auserkoren.

 

/1/ https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/01948.html
/2/ https://www.wildbienenschutz.de/wildbienen/nest-der-mauerbiene.html

Blüten werden zum Schlafen und zum Schutz aufgesucht

Blüten werden zum Schlafen und zum Schutz aufgesucht

Dipl-Biol. Dr. Paul Westrich berichtet auf seiner Seite www.wildbienen.info, dass Blüten sowohl von Männchen als von Weibchen zum Schlafen oder als Schutzraum genutzt werden. Am 24.3.2018 fand ich einer Krokusblüte zusammen zwei Hummeln. Während eine tot aus der Blüte fiel, „steckte“ die andere regungslos fest. Bienen sind wechselwarme Organismen und von der Außentemperatur abhängig. Während das eine Exemplar den Frost offenbar nicht überstanden hatte, überlebte die andere Hummel. Zumindest war am 25.3.2018 die Blüte auch nicht mehr besetzt. Es war deutlich wärmer geworden.

Dr. Westrich schrieb mir: „bei der Hummel in der Krokus-Blüte handelt es sich um eine Königin der Baumhummel (Bombus hypnorum)“.