Rehe im Feuchtgebiet

Das Reh ist ursprünglich ein Bewohner der Waldrandzonen und -lichtungen. Es kommt aber inzwischen auch an eher ungewöhnlichen Standorten vor, so in ausgesprochenen Feuchtgebieten. Heute morgen hatte ich mich kurz nach Sonnenaufgang an einer Fotohütte im Gangelter Bruch eingefunden und wollte einfliegende Gänse fotografieren. Doch noch ehe die Sonne über den Horizont gestiegen war um für ausreichend Licht zu sorgen, lief eine Ricke mit hoher Geschwindigkeit quer durch die Wasserstelle. Auf der anderen Seite suchte sie Schutz im Schilf, sie war sichtlich außer Puste. Wenige Augenblicke später folgte ein Rehbock. Vor ihm war sie geflohen. Obwohl er sich dann in unmittelbarer Nähe der Ricke befand, konnte er sie nicht ausmachen.

Flüchtende Ricke
Schutz im Schilf
Rehbock

Leider ließen die Lichtverhältnisse trotz 6400 ISO keine ausreichend kurze Belichtungszeiten zu, so dass die Bewegungsunschärfen die Bilder dominieren und die Farben weniger brillant sind. Erschwerend war auch eine Gegenlichtposition bei den Aufnahmen.

Wenige Minuten später hatte es die Sonne dann geschafft und sorgte für ausreichend Licht. Die Gänse im Anflug zu fotografieren habe ich nicht geschafft, aber ein Foto vom Start einer Graugans ist ganz gut gelungen.

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Gangelt_20-05-01_DSCF8137

Natur kennt keine Grenzen

neues Rodebach – Roode Beek!

Unterwegs im Naturpark Rodebach-Roode Beek. Gemeinsam haben die Gemeinden Onderbanken und Gangelt etwas für den Naturschutz getan und der Mensch findet hier Entspannung, Erholung und zahllose Fotomotive.

Libellen 2019

Die Feuchtwiesen mit ihren Blänken sind für Libellen ein idealer Lebensraum. Ebenso eine ehemalige Kiesgrube in Tüddern, die heute von Anglern genutzt und gepflegt wird. Dort war ich bereits im letzten Jahr auf Tour. Jetzt, ein Jahr später, schlüpfen dort wieder die Keiljungfern. 2018 entstanden die Makros noch mit der Canon 5D MarkII und dem Sigma 105 mm, was doch im Vergleich zu heute mit dem Fuji 100 – 400 mit 1,4 fach Konverter eine rechte „Plagerei“ war. Da merkt man wie ein Stabilisator das Fotografieren doch erleichtern kann, zumal man mit diesem Tele fast formatfüllende Aufnahmen der Großlibellen erhält. Hoffentlich finde ich bald Zeit und Gelegenheit mit dem 80 mm Makros zu schießen.

Mit der Bestimmung hapert es noch ein wenig. Das Buch „Die Libellen Europas“ von Hansruedi Widermuth und Andreas Martens (Verlag: Quelle & Meyer) ist zwar ein sehr schöne Nachschlagewerk, doch ist es anhand einer Aufnahme nicht immer möglich eine eindeutige Bestimmung vorzunehmen.

Am Anglerteich bei Tüddern bieten sich derzeit (18.5.) weitaus mehr Motive als an den Blänken in Gangelt. Die Paarung und Eiablage der Kleinlibellen ist im vollen Gange und kann vom Ufer aus gut fotografiert werden. Die Keiljungfern lassen noch auf sich warten. Schön zu beobachten war das Jagdverhalten eines Plattbauches. Die Großlibelle startete ihre Flüge stets von einem aus dem Wasser ragenden Zweig. Für qualitativ hochwertige Aufnahmen ist der Abstand jedoch zu groß.

Inzwischen ist es mir gelungen einen Plattbauch und eine Vierflecklibelle vor die Linse zu bekommen. Ein Angler erzählte mit heute, dass das Wasser im Vergleich zum letzen Jahr noch viel kälter ist, was auch das Ausbleiben der schlüpfenden Keillibellen erklären würde. (23.5.)

Libellen