Wiedergabe von Fotos auf einem 4K Smart TV

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten seine Bilder zu präsentieren. Welche Möglichkeit man wählt, hängt u.a. von der Anzahl der Personen ab, denen man seine Bilder zeigen möchte. Mittels eines 4k Smart TV können mehrere Personen teilhaben. Doch erstaunlicherweise ist gar nicht so einfach Bilder in voller Auflösung und in den richtigen Farben auf einem 4K Smart TV anzusehen.

Am einfachsten funktioniert das über die USB Schnittstelle. Die Bilder vom Stick werden sofort erkannt und angezeigt. Jedoch sind die Möglichkeiten für eine Präsentation rudimentär, zumal in der Menüeinstellung des Fernsehers erst die richtigen Parameter für eine möglichst farbtreue Wiedergabe gefunden werden müssen.

Der Weg über einen DNLA Server war in meinem Fall auch nicht zielführend. Der Universal Media Server war zwar schnell installiert und der Smart TV fand die Fotos in Sekundenschnelle, jedoch war die Darstellung alles anders als optimal. Die Bilder hatten mehr oder weniger alles an Schärfe verloren. Eine Lösung des Problems konnte ich nicht finden.

Dann habe ich mich mit der Variante Apple TV beschäftigt. Doch nochmals knapp 200 Euro auszugeben, war für mich die letzte Option. Zumal ich im Netz ernüchternde Beiträge fand, was die Bilddarstellung mittels Apple TV 4k betrifft. „Eine echte Enttäuschung ist das Apple TV 4K für Fotografen: Egal, ob per Airplay oder aus der iCloud abgespielt, zeigt es Fotos nur herunterskaliert und nicht in Ultra-HD-Auflösung.“ /1/ Das Portal netzwelt.de /2/ verwies jedoch auf eine Lösung. „Besser sah das Ganze allerdings im Rahmen der Wiedergabe von Fotos und 4K-Videos via nativer Fotos-App aus, die auf Wunsch mit der iCloud-Fotomediathek synchronisiert werden kann.“ Nur wie gesagt, 200 Euro war mir der Versuch nicht wert. Und warum soll ich meine Bilder erst in die iCloud-Fotomediathek stecken?

Dann las ich bei digitalkamera.de, dass es eine Lösung mit Lightroom geben soll. Meine alte Lightroomvariante 5.7 hatte ich zwar vom Mac bereits gelöscht, jedoch war die Installationsdatei noch vorhanden. Also LR wieder neu installiert und siehe da, bei der Adobe Software kann bei der Diaschau ein zweiter Bildschirm angesprochen werden. Um auf dem Panasonic TV (4K PRO UHD TV TX-58EXW784) als Zweitbildschirm Bilder in voller 4K Auflösung zu sehen, hatte ich mir bereits einen speziellen Adapter zugelegt. (Belkin Mini DisplayPort-/HDMI-Adapter – geeignet für 4K-Auflösung, Macbook Air, Macbook Pro und andere Mini DisplayPort-Geräte) Der Mac erkennt mit diesem Adapter den Panasonic TV problemlos, reduziert jedoch Größe der Symbole und der Schrift auf dem dem Bildschirm des Mac so drastisch, dass man eine Lupe zum lesen braucht. (Etwas Abhilfe schafft eine Veränderung der Symbol- und Schriftgröße auf die größte Einstellung.) Mit Adobe Lightroom gab es diese Schwierigkeiten nicht. Auf dem Mac läuft Lightroom wie gewohnt,  während auf dem TV das entsprechende Bild in 4k Auflösung angezeigt wird. Soweit war das erst einmal geklärt, blieb die Frage nach einer möglichst unverfälschten Farbwiedergabe auf dem Fernseher.

In der Systemeinstellung des Mac werden 3 Farbprofile für den TX-58EXW784 angeboten.

HD 709-A SD
170M-A
sRGB IE61966-2.1

HD 709-A ist ein Farbstandard für HDTV. /3/ Ich vermute, dass SD 170M-A mit der alten Standard Definition ( 720 x 576; 16:9) im Zusammenhang steht. Entschieden habe ich mich für das Farbprofil sRGB IE61966-2.1, da ich aus Capture One mit dem „sRGB Color Space Profile“ in das jpg -Format exportiere. Zusätzliche Farbraumwechsel führen immer zu Verlusten in der Bildqualität.

Am TV habe ich folgende Bildeinstellungen gewählt:

Modus: „Normal“, voreingestellte Einstellungen übernommen bis auf:

Kontrast: 90
Farbtemperatur: Warm1
Optionseinstellungen: 4K Pure Direct „Ein“ (Wiedergabe in Original Eingangs Bildqualität mit 4K Bildsignal)

  Vulkan Saxhol auf dem TX-58EXW784

 

TX-58EXW784:

HDR

HDR ist die Abkürzung für „High Dynamic Range“. Dabei geht es um eine nie zuvor gesehene Bildhelligkeit bei allerhöchstem Kontrastumfang. Reiche, natürliche Schwarztöne mit vielen Schattendetails werden ebenso sichtbar wie leuchtendes und strahlendes Weiß. Insgesamt sind die Bilder viel realitätsgetreuer.

HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma) Unterstützung

Beim HDR10 Media Profile, kurz HDR10, handelt es sich um eine reine Erweiterung der Darstellung bei 10 Bit Farbtiefe im Rec. 2020 Farbraum. Mein Mac findet lediglich das Profil „HD 709-A SD“ also doch der Farbraum BT.709 ??

Die Abkürzung HLG steht für Hybrid Log Gamma und beschreibt einen neuen HDR-Übertragungsweg.

4K Pure Direct

Während der 4K Signalübertragung an den Fernseher über HDMI werden die Farbinformationen geringfügig beeinträchtigt, s.d.die Farbdarstellung und -abstufung nicht der Originalquelle entspricht. Mit 4K Pure Direct werden die gesamten Farbinformationen und die vollständige Auflösung an den Fernseher übertragen, sodass die scharfen, satten Farben so erhalten bleiben, wie es bei 4K Ultra HD vorgesehen ist.

4K Ultra HDR Cinema Display (LCD)

Super/Ultra Bright Panel

Studio Colour HCX2-Prozessor

Quellen:

/1/ http://www.computerbild.de/artikel/avf-News-Audio-Video-Foto-Apple-TV-4K-Test-17367699.html
/2/ https://www.netzwelt.de/apple-tv-4k/testbericht.html
/3/ http://www.burosch.de/technik/395-farbraum.html

Hardware:

Mac Air (2017) oder iMac (Retina 5K, 27 Zoll, Ende 2014 – OS X El Capitan, Version 10.11.6)
4K PRO UHD TV TX-58EXW784
Belkin Mini DisplayPort-/HDMI-Adapter – geeignet für 4K (F2CD079bt)

Workflow:

Bildbearbeitung in Capture One, Export als JPG, 100 %; 3840 × 2160 Pixel; sRGB Color Space Profile

Diashow über Lightroom 5.7    Graphicconverter 10

Nachtrag (11.3.2018) : Komischer Weise besteht das oben beschriebene Problem „….. reduziert jedoch Größe der Symbole und der Schrift auf dem dem Bildschirm des Mac so drastisch, dass man eine Lupe zum lesen braucht.“ jetzt nicht mehr. Geändert habe ich in den Einstellungen nichts, nur Lightroom wurde installiert. Sowohl der Fernseher als auch der Mac laufen unter der Systemeinstellung „Standard für Monitor“ optimal. Ich habe dafür keine Erklärung. (Der NVRAM wurde allerdings wegen Abstürzen bei der Vorschau zurück gesetzt)

Nachtrag (11.3.2018) : Das ist die Lösung! GRAPHICCONVERTER 10 

  • eine Diashow, die LR bei weitem überlegen ist
  • der Fernseher wird als vollwertiger zweiter Bildschirm erkannt (4K Auflösung)
  • viele, viele Einstellmöglichkeiten, professionelle Bildübergänge
  • volle Bildschirmausnutzung, keine Ränder
  • ….. jetzt heißt es testen!!

 

Erste Erfahrungen (16.3.2018)

Das Betrachten der Bilder auf dem großen Bildschirm macht riesig Spaß. Für die Umwandlung in das 16:9 Format ist nicht jedes Bild geeignet. Hochformatbilder scheiden weitgehend aus. Bilder die im Querformat vorliegen und formatfüllend sind, müssen beschnitten werden. Hier muß ich bei späteren Fotos etwas umdenken. Auch werden selbst minimale Bildfehler (Rauschen) aus der Nähe gnadenlos sichtbar.

Spiel mit der Unschärfe

Eine geringe Schärfentiefe lässt Bild oft interessanter und emotionaler wirken. Das FUJINON XF56mm F1.2 R und das FUJINON XF23mm F1.4 R bieten dazu beste technische Voraussetzungen. Bei bewegten Objekten besteht jedoch die Gefahr, dass der Schärfepunkt nicht dort sitzt, wo er sitzen sollte. So traue ich mich oft nicht das volle Potenzial der Optiken zu nutzen. So auch bei den Aufnahmen zur Eröffnung des Konzeptstores meiner Tochter. (www.tantje.de) Angeregt durch die sehr schönen Fotos von Jana Stein während dieses Events habe ich ein paar meiner Aufnahmen nachgearbeitet.

zu den Bildern

Mein neues Spielzeug, die Olympus TG 5 ist da!

Erste Erfahrungen

Für die 479,- Euro bekommt man eine mit modernster Technik vollgepackte, wetterfeste, stoßfeste Kompaktkamera inklusive Trageriemen, Akku, USB Netzteil und USB Kabel (Mikro USB). Eine SD Karte gehört nicht zum Lieferumfang.

Ausgelöst wurde mein Kauf durch die Ankündigung von Olympus die Bildqualität (speziell das Rauschen) verbessert zu haben. Technisch bedingt liegen die Stärken eines 1/2.3 CMOS Sensors nicht bei schlechten Lichtverhältnissen. In der TG – 5 ist nun ein neuer Prozessor verbaut und die Auflösung wurde von 16 auf 12 Mio Pixel reduziert.

Was bringt das in der Praxis?

Mein subjektives Empfinden bestätigt die angekündigten Verbesserungen, auch scheint der AF schneller geworden zu sein.

(Da ich ausschliesslich im RAW Format fotografiere, die Kamera aber von Capture One noch nicht unterstützt wird, habe ich zwangsläufig den Olympus Viewer installiert und bin sehr angenehm überrascht worden. Die Bilder ( Erfahrungen mit TG 4 Aufnahmen) werden auf Anhieb detailreicher und rauschärmer wie im Phase One RAW – Konverter angezeigt, wobei die individuellen Einstellmöglichkeiten in der Olympusoftware weitaus geringer und weniger präzise sind. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit lässt jedoch zu wünschen übrig. )

Alle nachfolgenden Beispielbilder wurden als RAW Datei mit unveränderten Grundeinstellungen der Kamera aufgenommen und ohne weitere Bearbeitung als jpg exportiert.
Da kommt Freude auf, knackig scharfe Makros (Freihand aufgenommen, kein Stativ, kein Einstellschlitten – nur die kleine TG 5)

Da die Farben mitunter etwas flau sind, wurde im folgenden Bild die Sättigung um + 1 angehoben:

Auch matte und sehr neutrale Farben bei Landschaftsaufnahmen. (So traurig sah die Landschaft nicht aus):

Mittels Einstellrad lässt sich die Belichtung jedoch schon bei der Aufnahme sehr einfach korrigieren, das Display ist empfindlich genug und zeigt  die Veränderungen an.


(Einstellrad, ganz rechts)

Die Bewältigung großer Kontrastunterschiede ist nicht die Stärke der TG 5. Die Lichter brechen aus, obwohl gegen 18 Uhr eine geschlossene Wolkendecke die Lichteinstrahlung merklich reduziert hatte. Die dunklen Bereiche sind eher etwas überbelichtet:

Kein Gegenlicht, weniger Tonwerte zu bewältigen – alles perfekt:

Fazit: Ja, die Bildqualität ist besser geworden, wobei die Farbwiedergabe, speziell bei großen Tonwertumfängen, zunächst etwas blass ist. Eine moderate Erhöhung der Sättigung halte ich für sinnvoll. Das Rauschen beherrscht die Kamera / Software recht gut. Diese Einschätzung bezieht sich auf max. 800 ISO bei Makroaufnahmen, höhere ISO Werte waren bisher nicht notwendig, da zum Aufhellen ein Blitz und ein LED Licht zur Verfügung stehen. Bei Schmetterlingen kann nach meinen Erfahrungen der Blitz genutzt werden, da keine störenden Reflexionen auftreten. Bei Käfern besser nicht, hier nutze ich den Boden eines Joghurtbechers als Diffusor. Das LED Licht kann direkt (ohne Diffusor) eingesetzt werden.

 

Was hat sich noch an der Kamera gegenüber der TG 4 geändert?

Neben der geänderten Menüführung mit mehr Informationen fallen sofort ein zusätzliches Einstellrad, ein Ein / Aus Schalter für das Speichern der Ortskoordinaten der jeweiligen Aufnahme und eine mechanische Objektivringverriegelung, die ein unbeabsichtigtes Abfallen des Objektivringes verhindert, auf.

Es gibt jede Menge Einstellmöglichkeiten (eine DSLR hat auch nicht mehr), die erst einmal studiert und verstanden werden müssen.

Ein GPS-Empfänger war schon bei der TG – 4 vorhanden. Die Positionsdaten kann die Kamera nun direkt mit in den Fotos speichern. Diese Funktion ist wahlweise zu- und abschaltbar. Das ist sehr praktisch für die Aufbereitung von Fotos nach großen Touren. Welche Auswirkungen das auf den Stromverbrauch / Akkulaufzeit hat, habe ich noch nicht getestet.

Der Fokusbereich ist nun (begrenzt) auswählbar, was neue Möglichkeiten für die Bildkomposition schafft. Diese Einstellmöglichkeit habe ich am Vorgängermodell sehr vermisst.

Mit der TG – 4 konnten RAW Bilder immer nur zusammen mit einer jpg Variante gespeichert werden. Das hat Olympus geändert. Mit dem neuen Modell können auch ausschliesslich RAW’s gespeichert werden.

 

Was kann verbessert werden ?

Der Fokusbereich lässt sich im Mikroskopmodus nicht verändern. Geht man in den A – Modus (Blendenvorwahl), lässt sich der Fokusbereich einstellen und dann auch im Mikroskopmodus nutzen. Das ist etwas umständlich.

 

Fazit

Die Olympus TG – 5 ist eine super Kamera im Hosentaschenformat. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Bildqualität auf Kosten der Bildgrösse verbessert. Besonders begeistert bin ich vom Mikroskopmodus der Kamera. Egal ob Regen, am Strand oder im Schnee, die Kamera kann auch dort eingesetzt werden, wo man seine „Gute“ lieber in der Tasche lässt. Die TG 5 ist für mich der ideale Begleiter durch die Natur, speziell wenn das Interesse dem Geschehen am Boden oder Blumen und Gräsern gilt.
Für Landschaftsbilder in „Hochglanzqualität“ ist sie nur bedingt geeignet. Sie „versagt“ bei kritischen Lichtverhältnissen und ersetzt keine Spiegelreflexkamera, doch sie passt in jede Wanderausrüstung und fällt niemals zur Last.

Irista

Mit Irista bietet jetzt auch Canon ein  webbasiertes Bildmanagement-Tool an. Damit lässt sich eine Fotosammlung in der Cloud abspeichern und verwaltet. Als Mitglied im d-forum.de gab es gratis 100 GB Speicherplatz dazu, so dass mir insgesamt 115 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung stehen. So werde ich dieses Angebot zukünftig nutzen. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, weil ein responsives Design sehr speicherhungrig ist. Meine Seite Irland-island-schottland.de ist inzwischen auf knapp 8 GB angewachsen. Trotz weboptimierter Bilder belegen die vielen Bildkopien viel Speicherplatz. Die Seite Irland-island-schottland.de werde ich vom Netz nehmen, die Fotosammlung wird bei Irista platziert, die Reisebeschreibungen hier.

Erste Erfahrungen anhand des Reiseberichtes über Schottland, den ich heute integriert habe:

  • Die Möglichkeiten von Irista  sind sehr beschränkt
  • Die Reihenfolge der Bilder lässt sich in der Galerie nicht beeinflussen.
  • Die Reihenfolge in der Darstellung wird durch das Aufnahmedatum / Zeit festgelegt. Das ist ganz praktisch, wenn man mit zwei Kameras aufnimmt. (wobei die Uhrzeit dann exakt eingestellt sein sollte)

Robuste Technik zum Anfassen

Voller Stolz präsentierte Hubert Hintzen seinen LANZ Raupenbulldog HRK auf dem Oldtimertreffen am Bauernmuseum. Gebaut wurde die LANZ Bulldograupe in unterschiedlichen Ausführungen. Dieser Exemplar war in Chile im Einsatz, ehe es den Weg in den Selfkant fand. Kurioser Weise wurde es mit Ersatzteilen aus Südafrika wieder flott gemacht. Ein schönes Fotomotiv ….

Come back Canon?

Von meinem Sohn habe ich vor 3 Tagen seine „alte“ 5D Mark II bekommen, das Sigma 150 – 500 hatte ich damals nicht verkauft…. Also raus in die Natur. Vergleich ich diese Kombination mit meiner Fujiausrüstung, dann kommen mir doch Zweifel. Jetzt weiß ich wieder, was ein schneller Autofokus ist, die Farben sind eine Wucht. Wenn nur nicht die Schlepperei wäre….    :-((        (und im Wildpark Gangelt kamen heute gleich wieder die Sprüche: Guck mal, der hat `ne tolle Ausrüstung…)

Ja, und der Bär müsste mal zum Zahnarzt.