Wiesentagebuch 3/2018

Wiesentagebuch 3/2018

Pünktlich zum 1.Mai

Auf der Lauer

 

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Die negative Seite des Brauchtums. Zwei Birken wurden geschlagen, jedoch liegen gelassen. Warum?

2.5.2018

Veränderliche Krabbenspinne

Sie können zur Tarnung ihre Körperfarbe aktiv wechseln und passen sich der Blüte an, auf der sie auf Beute lauern. Die Beute besteht aus blütenbesuchenden Insekten aller Art. Diese sind oft um ein Mehrfaches größer als die Spinne. Diese ergreift ihre Beute blitzschnell mit den beiden kräftigen und stark vergrößerten Vorderbeinpaaren und tötet sie meist durch einen offensichtlich sehr schnell wirkenden Biss in den Hinterhals. (Wikipedia)

11. und 12. Mai

Der Wiesenkerbel blüht in voller Pracht, die gewürfelte Tanzfliege (Empis tessellata) ist auf den weißen Blüten ständiger Gast. Auch ein Perlmutfalter Landkärtchen (Araschnia levana)  fühlte sich angezogen. Am Boden dominiert der Hahnenfuß. (danke an Emanuela für den Hinweis zum Landkärtchen)

 

 

 

18. Mai

Die weißen Blüten der Wiesen-Margerite prägen Teile „meiner Wiese“. Sie werden von zahlreichen Insekten besucht. Die veränderliche Krabbenspinne hat sich für weiß entschieden. Und wie man sieht erfolgreich. Ein kleiner Schmetterling war die Beute.

 

 

 

 

Auf dem Wiesenkerbel erbeutete ein anderes Exemplar eine Tanzfliege.

 

23.Mai

 

 

 

Makros 2018

Makros 2018

Wenn ich in der Natur Erholung suche, ist meine kleine Olympus TG5 immer dabei. Finde ich ein interessantes Fotoobjekt, wird es im Bild festgehalten. Daheim versuche ich dann genau zu bestimmen, was mir da vor die Linse kam. Nicht immer gelingt das zweifelsfrei. So übernehme ich die Richtigkeit der Bezeichnungen keine Garantie.

Die Kombination Fujifilm Fujinon 60mm F/2.4 Xf Macro / MCEX-16 bringt zwar nicht „den“ Abbildungsmaßstab, ist aber für größere Insekten ausreichend. Alle Aufnahmen „freihand“, ohne Stativ o.ä..

Makroaufnahmen ab 03/2018 (weitere Bilder in höherer Auflösung)

 

Rothalsige Silphe (Oiceoptoma thoracicum)

Pappelblattkäfer (Chrysomela populi)

Kreuzspinne (Araneus) mit Beute

Gewöhnliche Langbauchschwebfliege (Sphaerophoria scripta)

Baumhummel (Bombus hypnorum)

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Wollschweber (Bombyliidae)

Wildbiene

Schwebfliege (Art unbekannt)

Gemeiner Grauwicht (Lasiopogon cinctus) (?);

Ein ziemlich ramponierter Schwalbenschwanz, jedoch flugfähig ohne sichtbare Einschränkungen.

Veränderliche Krabbenspinne

Wiesentagebuch 2/2018

Wiesentagebuch 2/2018

3.4.2018

Der Frühling will einfach nicht kommen. Es ist kühl und bedeckt. Ein paar wenige Hummeln und Bienen sind unterwegs, mir gelingt es jedoch nicht sie abzulichten. Auf einem Schneckenhaus entdecke ich ein Insekt. Zunächst dachte ich, es ist eine Wanze. Jedoch handelt es sich zweifelsfrei um eine Rothalsige Silphe (Oiceoptoma thoracicum) aus der Familie der Aaskäfer (Silphidae). Ein zweites Exemplar war im Schneckenhaus. Beide Käfer verschwanden umgehend in der Grasnarbe.

Der gemeine Huflattich zeigt auch rote Töne.

Offensichtlich hat die Brutsaison bereits begonnen.

Wem diente das als Nahrung? Zu wem gehört dieses weiße etwa 4 – 5 cm große Ei ? Zwei Fragen die unbeantwortet bleiben.
Es könnte sich um ein Ei einer Stockente handeln. Deren Brut beginnt Mitte März. Vom Zeitpunkt her könnte es passen, zumal ich auf dem Teich öfters Stockenten gesehen habe.

5.4.

Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)

7.4. – Flugtag

Sommerliche Temperaturen und Blüten – ideal für die Bienen und Schwebfliegen

 

weitere Bilder vom Wochenende 7./8.4.2018

Bei den fotografierten Bienen ist ein Hummelschweber dabei.

„Die Wollschweber sind meist mittelgroße Fliegen, die auffällig und hummelartig behaart sind. Einige der Arten sind dunkel gefärbt und haben schwarze, durchscheinende Flügel. Dies führte zu dem alternativen deutschen Namen Trauerschweber. Bei einigen Vertretern der Gruppe ist der Rüssel auffällig kurz oder vollständig verkümmert, andere besitzen einen sehr langen Rüssel, der zum Aufsaugen von Nektar verwendet wird. Bei der Art Bombylius medius ist der Rüssel fast so lang wie der Körper. Einige Arten der Wollschweber sind bereits im Frühjahr zu finden, die meisten tauchen jedoch erst im Sommer auf. Dabei findet man sie sehr häufig bei Sonne auf sandigem Boden. Die Tiere sind geschickte und schnelle Flieger, die wie die Schwebfliegen (Syrphidae) auch den Standflug beherrschen. Die Hinterbeine werden im Flug nach hinten-oben gestreckt, während die anderen Beine nach vorn weisen (siehe Bild rechts). Die Adulten ernähren sich von Nektar und Blütenpollen, bei der Aufnahme dieser Nahrung stehen die Wollschweber häufig im Flug vor der Blüte und stützen sich nur mit den Vorderbeinen an der Blüte ab.“ (Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Wollschweber)

21.4.2018

In der letzten Woche ist die Natur förmlich „explodiert“, alles ist grün geworden. Die Zahl blühender Pflanzen hat sich jedoch kaum geändert. Dort wo vor zwei Wochen ein emsiges Treiben an den weißen Baumblüten zu verzeichnen war, herrschte heute Ruhe. Alles verblüht. Auf der Wiese dominiert der Löwenzahn, stellenweise ist die Wiese blau vom Günsel.

 

Hier sind dann auch die Bienen und Wollschweber. Für die Pappelblattkäfer hat die Paarungszeit begonnen.

   

Der Pappelblattkäfer (Chrysomela populi) wird auch als  Weidenblattkäfer bezeichnet. Dies deswegen, weil er die Blätter dieser Bäume bevorzugt. Die Weide in unmittelbarer Nähe des Aufnahmeortes wurde dieses Jahr gefällt. (siehe Wiesentagebuch 1/2018) Da die angesägten Äste noch austrieben, haben die Käfer zunächst noch Nahrung. Für die Nachkommen sieht es schlechter aus. Ringsum den alten Baum stehen neue Triebe. Eventuell reichen diese aus oder die Käfer müssen sich einen neuen Baum suchen.

Aufgefallen sind mir noch etliche solcher Trichter. Ich hatte vermutet innen eine Spinne anzutreffen. Doch dem war nicht so. Wer hat die geschaffen?

22.4.2018

… das ist der Eigentümer und ein Blick in das Innere. Trotzdem bin ich etwas verwundert. Diese Trichter gab es auch im Sommer des letzten Jahres zu sehen. Nur da zeigte die Öffnung nach unten. Im inneren verbarg sich eine Spinne.

  

Erfolgreicher Beutezug.

23.4.2018

Wollschweber im Günsel bei der Arbeit

Bild rechts: Handzahm – das ist der Vorteil der TG5. Auf der einen Hand das Insekt, in der anderen Hand die Kamera. (Gewöhnliche Langbauchschwebfliege ?)

Die Wollschweber suchten ebenfalls wie eine Baumhummel vor allem die unteren Blüten des Günsels auf. Offensichtlich gab es an den Pflanzenspitzen nicht mehr viel zu holen.

 

28. und 29.4.

links: Gemeiner Grauwicht (Lasiopogon cinctus) (?); rechts:

Ein ziemlich ramponierter Schwalbenschwanz

Wiesentagebuch 1/2018

Wiesentagebuch 1/2018

Der März war in diesem Jahr ungewöhnlich kalt und brachte selbst bis in den Selfkant nochmals Frost und Schnee.
Obwohl es am 15.3.2018 bedeckt und kalt war, entschloss ich mich zu einem ersten Ausflug zu „meiner Wiese“ bei Süsterseel. Was gab es Neues? Erwartungsgemäß nichts. Alles grau in grau.

Die Forstfahrzeuge, die im Winter Holz gemacht hatten, haben tiefe Spuren hinterlassen.

 

Einen ersten Lichtblick boten die vom leichten Regen noch nassen Weidenkätzchen.

Bilder vom 19.3.2018; hier musste jemand Federn lassen.

 

 

Längst verblüht / Sturmschaden

Am 20.3.2018 war es zwar immer noch kalt, jedoch waren die Wolken verschwunden und die Sonne schaffte knapp 10 Grad Celsius bei unangenehmen Ostwind.

 

In dem künstlich angelegten Teich konnte ich erstmals Laich entdecken. Im vergangenen Jahr gab es den hier noch nicht.

 

Es war offensichtlich warm genug, dass eine Hummel bereits ihr Winterquartier verlassen hatte. Jürgen Börner /1/ schreibt auf seiner Seite hummelfreund.com, dass jede Hummel, die im zeitigen Frühjahr auftaucht eine Königin ist. „Nachdem sich die Hummel aus der Erde herausgearbeitet hat, nimmt sie ein Sonnenbad, um sich aufzuwärmen. Danach fliegt die junge Hummelkönigin die ersten Blüten an, um sich mit Nektar (Kohlenhydraten) zu stärken. Wichtig ist, dass genügend Trachtpflanzen (Nährstofflieferanten) erreichbar sind. „ (In meinem Fall war sie zu schnell verschwunden – kein scharfes Foto.)

 

 

24.3.2018

Als erste Blüten kommt weit und breit nur der gemeine Huflattich in Frage. „Die Knospen bilden sich im Herbst in den Achseln der Rosettenblätter und so ist die Pflanze schon zeitig im Frühjahr bereit zu blühen. Die Blüten sind nur an warmen sonnigen Tagen geöffnet. Die Blätter entwickeln sich später.“ /2/ „Huflattich (Tussilago farfara) hat den Nektarwert 2 und den Pollenwert 3. Blühmonate sind März, April und Mai. Huflattich gehört zu den Stauden. Sie wird typischerweise 0.1 bis 0.3 m hoch und hat den floristischen Status einheimisch. Die Attraktivität für Wildbienen ist hoch. Man findet die Pflanze oft auf Feldern, an Wegen und in Wiesen.“ ist in /3/ zu lesen.

31.3.2018

Bis zum letzten Tag im März hat sich auf der Wiese nicht viel geändert. Eine Weide wurde stark beschnitten. Schade, bieten doch die Blüten dieser Pflanze gerade die Nahrungsgrundlage für Wildbienen. Sowohl der Nektar- als auch der Pollenwert sind sehr gut. /4/

Nektar ist eine wässrige Flüssigkeit, die reich an verschiedenen Zuckerarten wie Saccharose, Glucose und Fructose ist und auch Mineralstoffe und Duftstoffe enthält. Der Nektar wird von Pflanzen als Drüsensekret aus den Nektarien (Honigdrüsen) ausgeschieden, um Tiere anzulocken, die den Pollen dieser Pflanzen zu Blüten der gleichen Art zum Zweck der Fortpflanzung (geschlechtliche Vermehrung) transportieren sollen. Nektarien können auch außerhalb der Blüten an Blattstielen sitzen.“  /5/

Die abgeschnitten Zweige treiben dennoch und wurden von einer Steinhummel besucht.

 

Bild rechts: Ein Untermieter im Schneckenhaus

 

Ganz unscheinbar am Boden blüht das behaarte Schaumkraut (links). Das Frühlings-Scharbockskraut (rechts) zeigt schon seit längerem seine gelben Blüten.

/1/ https://www.hummelfreund.com/alles-über-die-hummel
/2/ http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/gemeiner-huflattich
/3/ http://www.trachtfliessband.de/pflanzen/huflattich-tussilago-farfara
/4/ http://www.trachtfliessband.de/pflanzen/weide-salix-spec
/5/ https://de.wikipedia.org/wiki/Nektar_(Botanik)