Eine Reise in die russische Provinz

Moskau März 2016. Eine dienstliche Aufgabe führte mich nach Russland. Von dort ging es gegen 6 Uhr Ortszeit mit dem Zug in die Provinz. Über Nacht hatte sich Russlands Hauptstadt einen weisses Kleid übergezogen. Es hatte ordentlich geschneit, die Räumdienste waren entsprechend früh auf den Beinen.
Mit der Metro erreicht man den Bahnhof schneller und sicherer als mit dem Auto. Dort liest der Moskauer seine Morgenzeitung.
An Personal mangelt es der russischen Bahn nicht. Und so muss man keinen Automaten überlisten um eine Fahrkarte zu bekommen, wobei die Automaten – wie bei uns auf den Flughäfen inklusive einer Begleitperson zur Erklärung der Bedienung – auch vorhanden sind. Freundliche Damen sind für die Fahrkartenausgabe zuständig. Ein Ticket kann aber auch über das Internet im voraus gebucht werden.
Vor den Zügen heisst es erst einmal trotz Kälte und Schnee warten. Vorschrift ist eben Vorschrift in Russland. Genau 20 Minuten vor der Abfahrt öffnen sich die Türen. Jeder Waggon hat eine eigene Zugbegleiterin, die mit strengem Blick Fahrkarte und Pass kontrolliert. Nur wer ein gültiges Ticket hat, kommt in den warmen Zug. Pünktlich ging es dann los, der Neuschnee brachten die russische Bahn nicht aus dem Konzept.
Die zugefrorene Scheibe und leichter Schneefall erlaubten leider keine schönen Fotos von der Strecke, die durch tiefe Wälder und Sümpfe führte. Dass das Leben auf dem Land nicht einfach ist, kann man nur erahnen. Neben neuen schicken Häusern finden sich immer noch alte Holzhütten, lokal scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.