Island 2013 – einmal um die Insel

Tag1 – Reykjavík

Am Donnerstag, 27.6. 2013 begann unsere Reise nach Island vom Flugplatz Düsseldorf. Nach ca. 3 1/2 Stunden Flugzeit erreichten wir Keflavik. Schon wenige Minuten später saßen wir in unserem Mietauto und die eigentliche Tour begann. Wie von Erlingsson Naturreisen (- die Tour hatten wir über diesen Reiseveranstalter gebucht – ) empfohlen, unternahmen wir zunächst einen Abstecher nach Grindavik und zur „Blauen Lagune“. Doch das kalte, graue Schmuddelwetter ließ uns weiter in Richtung Reykjavík fahren. Dort angekommen, riss die Wolkendecke auf und wir sammelten erste Eindrücke von der isländischen Hauptstadt. (zu den Bildern)

Tag2 – von Reykjavik nach Sel in Grímsnes (801 Selfoss)

Bei bestem isländischen Wetter, die Wolken und der Regen vom Vortag waren verschwunden, führte uns die Reise zunächst von Reykjavík nach Almannagjá (im Nationalpark Þingvellir). Almannagjá bedeutet Allmänner – Schlucht. In der Schlucht fand von 930 bis 1262 die gesetzgebende Versammlung Islands (das Althing) statt. Freie Männer trafen sich um Gesetze zu beschließen und Recht zu sprechen. Das Althing war aber auch eine Art Volksfest, Familientreffen und Heiratsmarkt zugleich. Die Zelte der Isländer standen in der Schlucht Almannagjá, durch welche sich heute die Touristenströme ziehen. An diesem historischen Ort wurde am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.
Auch die Bewegungen der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten wird in der Schlucht sehr gut sichtbar. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beiderseits der Schlucht Almannagjá um 70 Meter auseinander gedriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt. Durch das Tal fliesst der Fluss Öxará mit einem Wasserfall. Unweit von Almannagjá befindet sich das Geothermalfeld Haukadalur mit seinen berühmten Geysiren, dem Großen Geysir und Strokkur – Anziehungspunkt für unzählige Touristen. Die dritte Sehenswürdigkeit des Tages war der Wasserfall Gullfoss (isl. gull = Gold, foss = Wasserfall) des Flusses Hvítá (Ölfusá) im Haukadalur. Kurz bevor wir unser Nachtquartier erreichten, besuchten wir den Ort Skálholt. Der Ort besteht aus einer relativ großen Kirche, der Skálholtsdómkirkja, dem Wohnsitz des Weihbischofs und einem kleinen Schulkomplex. Skálholt ist trotz seiner geringen Größe von bemerkenswerter Bedeutung für die Geschichte des Landes, war es doch seit dem Mittelalter neben Hólar der wichtigere Bischofssitz von Island (gegründet 1056). Die erste Lateinschule des Landes wurde Ende des 12. Jahrhunderts hier gegründet. 1550 wurden hier der letzte katholische Bischof Islands, Jón Arason, und seine Söhne hingerichtet. 1801 wurde der Bischofssitz nach Reykjavík verlegt. Heute befindet sich hier, wie bereits erwähnt, noch ein Weihbischofssitz.
Übernachtet haben wir auf dem Bauernhof Sel an der 35 in der Nähe von Skálholt. Bereits 1974 hatten Arni und Ellinor Kjartansson, die Eltern der heutigen Gastgeber, die Idee, Reisenden auf ihrem Hof eine Unterkunft anzubieten. Diese heute sehr beliebten Übernachtungsmöglichkeiten sind sicher eine wesentliche Einnahmequelle für die Einheimischen. (Das leckere Abendmenü kostete 30 Euro pro Person.) Sie bieten aber gleichzeitig die Möglichkeit, Land und Leute sehr persönlich kennenzulernen und Tipps zu erhalten, die in keinem Reiseführer stehen. Sel liegt am Fuss des Berges Mosfell, 254m über dem Meeresspiegel. Mosfell war das Land von Ketilbjörn dem Alten, einem der ersten Siedler Islands. Sein riesiger Silberschatz soll hier immer noch vergraben sein…. – auch wir haben ihn beim Abendspaziergang nicht gefunden. In der Abendsonne (22Uhr) zeigten sich die Farben der Islandpferde besonders schön. (zu den Bildern)

Tag3 – von Sel nach Hunkubakkar (880 Kirkjubæjarklaustur)

Unsere Tour führte uns am dritten Tag zunächst nach Keldur. Den kleinen Ort mit Kirche gibt es seit dem Mittelalter. Jón Loftsson vom mächtigen Oddi Clan beendete hier sein Leben. In seiner heutigen Form wurde Keldur nach einem Erdbeben zwischen 1896 und 1912 aufgebaut. 1942 wurden die Gebäude vom Nationalmuseum Island übernommen. Dann der Ringstrasse weiter folgend, gelangten wir an den Wasserfall Skógafoss, einer Touristenattraktion mit entsprechenden regem Publikumsverkehr.
Ein erstes, unvergessliches Erlebnis abseits des Massentourismus war dann die Fahrt durch das Tal auf der Strasse 249, welche in die unbefestigte F249 übergeht. Nach der (zaghaften) Überquerung mehrerer Flussläufe sahen wir den ersten kleinen Gletscher in einer wunderschönen unberührten Natur. Die Mehrinvestition in ein geländegängiges Fahrzeug hatte sich bereits hier ausgezahlt. Weiter ging es auf der mit normalen PKW befahrbaren Ringstraße, vorbei am 1666 Meter hohen Eyjafjallajökull. Über den Sólheimajökulsvegur, die Straße 221, ist der Sólheimajökull von der Ringstraße aus zu erreichen. Der Gletscher zum „Anfassen“ ist etwa zehn Kilometer lang und liegt ungefähr 7 Kilometer östlich von Skógar. Einen kleinen Abstecher zum Meer unternahmen wir über die Strasse 215. Am Strand gibt es die „schwarzen Felsnadeln“ zu sehen – „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“. Die Legende berichtet, dass Trolle ein Schiff ans Land bringen wollten und dabei versteinert worden seien. In Hunkubakkar, unserem Nachtquartier, angekommen führte uns der Abendspaziergang in einen wunderschönen Canyon, den Fjaðrárgljúfur. Tag4 – von Hunkubakkar zum Gästehaus Bakki (780 Höfn)
Der Tag begann mit einer Wanderung vorbei am Svartifoss im Skaftafell Nationalpark mit herrlichem Ausblick auf den Skaftafellsjökull. Benannt ist der Nationalpark nach dem Berg Skaftafell, einem erloschenen und erodierten Vulkan, dessen Überreste die Kristínartindar darstellen. Dann ging es weiter an den Fuß des Svinafellsjökull, wo der Gletscher sich in einem See auflöst.
Bevor wir die Gletscherlagune Jökullsarlon erreichten, stoppten wir kurz am Fjallsjökull – auch dieses Gebiet war landschaftlich in Traum. Am Ausgang der Gletscherlagune Jökullsarlon stauen sich mächtige Eisbrocken, ehe sie auf das Meer heraus treiben und dahinschmelzen. Touristisch ist die Lagune eine Attraktion, neben Bootsfahten zum Gletscher werden ebenfalls Hubschrauberrundflüge angeboten. Unsere Unterkunft hatten wir in Höfn, einer kleinen Hafenstadt am Fuße des Vatnajökull. Von hier hatten wir einen schönen Ausblick auf das Gletschergebiet welches wir am Tag erkundet hatten. (zu den Bildern)

 

Tag4 – von Hunkubakkar zum Gästehaus Bakki (780 Höfn)

Der Tag begann mit einer Wanderung vorbei am Svartifoss im Skaftafell Nationalpark mit herrlichem Ausblick auf den Skaftafellsjökull. Benannt ist der Nationalpark nach dem Berg Skaftafell, einem erloschenen und erodierten Vulkan, dessen Überreste die Kristínartindar darstellen. Dann ging es weiter an den Fuß des Svinafellsjökull, wo der Gletscher sich in einem See auflöst. Bevor wir die Gletscherlagune Jökullsarlon erreichten, stoppten wir kurz am Fjallsjökull – auch dieses Gebiet war landschaftlich in Traum. Am Ausgang der Gletscherlagune Jökullsarlon stauen sich mächtige Eisbrocken, ehe sie auf das Meer heraus treiben und dahinschmelzen. Touristisch ist die Lagune eine Attraktion, neben Bootsfahten zum Gletscher werden ebenfalls Hubschrauberrundflüge angeboten. Unsere Unterkunft hatten wir in Höfn, einer kleinen Hafenstadt am Fuße des Vatnajökull. Von hier hatten wir einen schönen Ausblick auf das Gletschergebiet welches wir am Tag erkundet hatten. (zu den Bildern)

Tag5 – von Höfn nach Eyjólfsstaðir (701 Egilsstaðir)

Beim ersten Zwischenstopp bekamen wir einen kleinen, aber sehr beeindruckenden Einblick in den Nationalpark Lonsöraefi. Die malerische Landschaft liegt am Fuße des Vatnajökull Gletschers. Neben den schwarzen Basaltgesteinen sorgen das ockerfarbene Rhyolithgestein für interessante Farbkontraste. Hier soll es ebenfalls Rentierherden geben, ein zu tiefer Fluss beendete jedoch abrupt unsere Tour in das Tal. Zwei gelb bemalte Steine auf der Piste waren der Hinweis, dass man lieber nicht weiter fahren sollte. Der Strand an der Südostküste Islands erinnerte uns sehr stark an die irische Küste. Das Bild entstand in unmittelbarer Nähe des Leuchtturmes bei Hvalnes. (zu den Bildern)

In der Landgemeinde Djúpivogur hatten wir die Möglichkeit, bei einer ausgedehnten Wanderung an der Küste die isländische Vogelwelt zu entdecken. Obwohl, wie es sich auf der Tour später zeigte, die Brutsaison noch nicht ganz beendet war, wurden die Besucher auf das Terrain gelassen. Offensichtlich kommt hier das Geschäft noch vor dem Naturschutz. Djúpivogur ist auch mit der deutschen Geschichte verbunden. Hansekaufleute waren die ersten, die hier im Jahre 1589 das Handelsrecht erhielten. Bevor wir unser Quartier Narfastaðir erreichten, hielten wir noch kurz in der kleinen Gemeinde Breidalsvik. Eine blaue Kirche – wo gibt es das bei uns zu sehen?

Tag6 – in der Region um Eyjólfsstaðir

Die Tagestour führte uns in das karge Hochland. Ziel war ursprüngliche der Vulkan Snæfell, den man relativ einfach erreichen soll. Er liegt im Osten der Insel und ist mit einer Höhe von 1833 m der höchste Berg Islands, der außerhalb des Vatnajökull liegt. Leider war die Hochlandstrasse noch gesperrt, so dass wir unser Ziel nur aus der Ferne bewundern konnten.
In unmittelbarer Nähe des Snæfell entsteht derzeit ein riesiger Staudamm. Das Kárahnjúkar-Kraftwerk, mit einer geplanten Leistung von 690 MW und einem 57 km2 großen Stausee, wird bald eines der größten Wasserkraftwerke Europas sein. Am Nachmittag führte uns unser Weg von Eyjólfsstaðir über den noch winterlich anmutenden Pass das kleine Städchen Seydisfjördur. In dem schönen Ort befindet sich der Anlaufhafen der Norröna, der einzigen Autofähre, die Island über die Färöer und Dänemark mit dem europäischen Festland verbindet. In Seyðisfjörður endete das erste, 1906 verlegte Unterseetelefonkabel nach Island. Seyðisfjörður ist weiterhin die erste voll elektrifizierte Stadt Islands. Die Alliierten hatten im 2. Weltkrieg einen Marinestützpunkt im Fjord. Im Technikmuseum der Stadt gibt es Interessantes über die isländische Ingenieurskunst im Zusammenhang mit dem Schiffsbau, der Elektrifizierung, sowie der Verlegung der Unterseetelefonkabel zu sehen. In einem alten s/w Film ist das Leben der Menschen von Seydisfjördur Anfang der 60er Jahre eindrucksvoll dokumentiert. (zu den Bildern)

Tag7 – von Eyjólfsstaðir nach Narfastaðir (650 Laugar)

Weiter über das Hochland, der alten Ringstrasse folgend, erreichten wir am 7. Tag das alte Gehöft Möðrudalur. Er liegt etwa in der Mitte zwischen Egilsstaðir im Osten und dem Mývatn im Westen. Der Hof ist seit der Besiedlung Islands bewohnt. Auf ihm wurde Schafzucht betrieben. Heute werden hier hauptsächlich Touristen begrüßt. Weiter in Richtung Norden gab es erneut Wasserfälle zu sehen. Dem Selfoss folgt der Dettifoss. Über eine Breite von etwa 100 Meter ergießen sich hier die grau-braunen Wassermassen über 45 Meter in die Tiefe und strömen dann ca. zwei Kilometer weiter dem 27 Meter hohen Hafragilsfoss zu.
Üppiges Grün bot sich im Gegensatz zur mondlandartigen Hochlandschaft in der hufeisenförmigen Schlucht Ásbyrgi. Ásbyrgi ist für die Isländer nicht nur Ausflugsziel, sondern auch die Hauptstadt der Elfen. Am Ende der 3,5 km langen Schlucht findet der Wanderer einen kleinen See.
Nach einem Stopp in Husarvik erreichten wir unser Quartier Narfastaðir. Da es hier wenig zu sehen gab, verbrachten wir den Abend in der malerischen Hafenstadt Husarvik und nutzen die Gelegenheit zu einer Wahlbeoabachtungsfahrt bis kurz vor Mitternacht. Vor uns das Massiv der schneebedeckten Kinn-Berge – hatten wir Glück, neben Delfinen sahen wir eine Mink-, einen Buckel- und einen Blauwal. (zu den Bildern)

Tag8 – das Gebiet um den Myvatn

Im Areal rund um den Myvatn (Mückensee) im Nordosten Islands ist die Vielfalt vulkanischer Bildungen besonders stark ausgeprägt, entsprechend gibt es viel zu entdecken. Der mit 37 Quadratkilometer viertgrößte See Islands liegt 278m über dem Meeresspiegel und ist selbst vulkanischen Ursprungs. Die Pseudokrater bei Skútustaðir am See entstanden als aus dem nahen Krafla-Vulkansystem stammende Laven vor 3.600 bzw. 2.500 Jahren über die Gegend strömten und aufgrund des hohen Wassergehalts des sumpfigen Bodens phreatische Explosionen ausgelöst wurden. Die Krater haben keinen Zugang zu den Magmareservoiren im Erdinneren. Die Solfataren von Námaskarð sind 100 bis zu 250 °C heiße postvulkanische Exhalationen von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff , Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf enthalten. Bei Kontakt mit Luftsauerstoff oxidiert der Schwefelwasserstoff und bildet elementaren Schwefel und Schwefeldioxid, das sich in Wasser löst und schweflige Säure bildet. Diese Säure greift das Gestein und den Boden an und bewirkt zusammen mit dem heißen Wasserdampf die Zersetzung der mineralischen Bestandteile. Durch diese Zersetzung und Kondensation von Wasserdampf bilden sich häufig Schlammkessel, in denen die Gase unter Blasenbildung austreten. Ein wahrer Hexelkessel der sich hier dem Besucher offenbart.
Der Tuffring Hverfjall (auch Hverfell) gehört zum Vulkansystem der Krafla. Er bildete sich vor etwa 2500 Jahren in gewaltigen Wasserdampfexplosionen, die ausgelöst wurden, als das heiße Magma auf das Grundwasser stieß. Ehe wir in den vom Wind gepeitschten Krater schauen konnten, hieß es erst einmal 160m auf lockerem Gestein steil bergauf. Zuvor ging es durch eine „Steinwüste“. Bevor wir uns eine erholsame Auszeit im türkisfarbenen Geothermalwasser von Reykjahlið gönnten, erklommen wir ein Lavafeld am Leirhnjúkur. Der Berg, der auf einer vulkanischen Spalte sitzt, ist 592 m hoch. Er ist Teil der Caldera der Krafla. Auch hier dringt Bodenwasser in Erdspalte ein, welches dann wieder als Dampf die Spalten verlässt. Ein recht interessantes und fotogenes Schauspiel.  (zu den Bildern)

Tag9 – von Narfastaðir nach Bakkaflöt (560 Varmahlíð)

Der Goðafoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands. Das Wasser des Skjálfandafljót stürzt über einer Breite von ca. 30 m etwa 12 m in die Tiefe. Akureyri, die viertgrößte Stadt Islands, wurde 1602 als Handelsposten der Dänen gegründet. Diese hatten festgestellt, dass der Ort wegen des steil abfallenden Meeresbodens günstig für die Anlage eines Hochseehafens war. So ist Akureyri heute Anlaufstelle großer Kreuzfahrtschiffe. Zum Zeitpunkt unseres Besuches lief die „Europa“ in den Hafen ein. Auf dem weiteren Weg besuchten wir den Reiterhof Flugumyri und bekamen von der netten Eigentümerin gegen einen geringen Obolus einen kleinen Einblick in die Zucht der Islandpferde. Die ersten isländischen Bauernhäuser wurden mit Hilfe von Torf gebaut. Einen Einblick in die Bauweise dieser Häuser und das Leben auf dem Land vermittelt das Museum in Glaumber. ( http://www2.skagafjordur.is/default.asp?cat_id=1123 ) Auf dem Museumsgelände gibt es noch zwei andere Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert, Áshús und Gilsstofa. Sie sind gute Beispiele für die ersten Holzhäuser, welche in dieser Region gebaut wurden.  (zu den Bildern)

Tag10 – von Bakkaflöt nach Reykjavík

Auf dem Bauerngasthof Bakkaflöt erhielten wir einem deutschen Raftingguide den Tipp auf dem Rückweg nach Reykjavík unbedingt die Halbinsel Vatnsnes zu besuchen. Die Halbinsel liegt in Norden von Island. Sie wird begrenzt von dem Fjord Miðfjörður und der Bucht Húnaflói. Auf der Halbinsel liegen Berge, die bis über 1000 Meter hinaufragen. Man kann auf einer ungeteerten Straße die gebirgige Halbinsel umrunden. Auf der Ostseite gibt es den Hvítserkur (isl. etwa „weißes Nachthemd“) zu sehen. Der etwa 15 m hohe Felsen, der an zwei Stellen ausgehöhlt ist, liegt am Húnafjörður und ist Nistplatz verschiedener Vogelarten. Einer isländischen Sage nach soll es sich bei dem Felsen um einen Troll handeln, der von der Sonne versteinert wurde, als er das Kloster Þingeyrar mit Steinen bewarf.Die Bucht an der Westseite der Halbinsel ist bekannt für ihre Seehundskolonien. Die Tiere sind mit dem bloßem Auge nur schlecht zu erkennen. In der Schutzhütte einer Beobachtungsstation lagen Ferngläser aus, so dass man die Tiere prima sehen kann. Auf dem sehr gut ausgebauten Weg zurück in die Hauptstadt, wurde auf einer Schautafel die Zeiten der alten, engen Hauptverkehrsstrassen verwiesen. Die Brücke zwischen der Hauptstadt und Akureyri ist typisch für die ersten in den dreissiger Jahren in Island gebauten Betonbrücken. Bevor wir wieder den Ausgangspunkt unserer Reise erreichten, durchfuhren wir den Hvalfjarðargöng. Dieser mautpflichtige Tunnel (1000 Kronen für einen PKW) verkürzt den Weg um den Fjord um fast 50 km. Er wurde von isländischen Unternehmen geplant und gebaut und löst eine Autofähre zwischen dem Hafen von Reykjavík und Akranes ab. Beim europäischen Tunneltest 2010 des ADAC erhielt der Hvalfjarðargöng als einziger der 26 getesteten Tunnel in 13 Ländern die Bewertung „mangelhaft“ und belegte damit den letzten Platz.
Den letzten Abend unserer Tour verbrachten wir wieder in der Altstadt von Reykjavík und am Hafen. In unmittelbarer Nähe vom Hafen dominiert ein riesiges Gebäude aus Glas. Bei dem modernen Komplex (Harpa) handelt es sich um ein Konzerthaus und Konferenzzentrum. Es wurde am 20. August 2011 im Rahmen der Reykjavik Culture Night eingeweiht. Auf 28.000 m2 bietet es Platz für einen Konzertsaal mit 1.600 Plätzen und weitere Konzert- und Konferenzräume. Harpa ist offizieller Sitz des Isländischen Sinfonieorchesters und der Isländischen Oper. (zu den Bildern)

Tag11 –Rückreise

Bereits um 6:15 Uhr ging es über Stuttgart nach Düsseldorf zurück.

Fazit: Das war eine der schönsten Reisen, die wir unternommen haben. Den Reiseveranstalter (Erlingsson Naturreisen) können wir nur empfehlen, alles hat prima funktioniert. Die angebotene Route war sehr interessant. Wir haben stets sehr freundliche Isländer getroffen, die Unterkünfte waren einfach, jedoch zweckmäßig und sehr sauber. Wer vor hat Island zu besuchen, dem empfehlen wir unbedingt ein geländegängiges Auto. Gerade auf den Nebenstrecken gibt es viel zu entdecken. Mit einem PKW wird man kaum die Ringstrasse verlassen können, man schwimmt immer mit der touristischen Masse mit. Von einem Highlight zum anderen – und in so einem Bus können eine ganze Menge Leute sitzen… Die meisten Aufnahmen habe ich mit der Fuji XE1 und dem XF18- 55mmF2.8-4 R LM OIS gemacht. Ein (stabiles) Stativ ist ein “unbedingtes Muss”. Es ist immer mit Wind zu rechnen, Aufnahmen aus freier Hand werden mit hoher Sicherheit verwackeln. Das gilt insbesondere für das Hochland oder beim Erklimmen von Bergen.

Quellen: Wikipedia, Prospekte