Rehe im Feuchtgebiet

Das Reh ist ursprünglich ein Bewohner der Waldrandzonen und -lichtungen. Es kommt aber inzwischen auch an eher ungewöhnlichen Standorten vor, so in ausgesprochenen Feuchtgebieten. Heute morgen hatte ich mich kurz nach Sonnenaufgang an einer Fotohütte im Gangelter Bruch eingefunden und wollte einfliegende Gänse fotografieren. Doch noch ehe die Sonne über den Horizont gestiegen war um für ausreichend Licht zu sorgen, lief eine Ricke mit hoher Geschwindigkeit quer durch die Wasserstelle. Auf der anderen Seite suchte sie Schutz im Schilf, sie war sichtlich außer Puste. Wenige Augenblicke später folgte ein Rehbock. Vor ihm war sie geflohen. Obwohl er sich dann in unmittelbarer Nähe der Ricke befand, konnte er sie nicht ausmachen.

Flüchtende Ricke
Schutz im Schilf
Rehbock

Leider ließen die Lichtverhältnisse trotz 6400 ISO keine ausreichend kurze Belichtungszeiten zu, so dass die Bewegungsunschärfen die Bilder dominieren und die Farben weniger brillant sind. Erschwerend war auch eine Gegenlichtposition bei den Aufnahmen.

Wenige Minuten später hatte es die Sonne dann geschafft und sorgte für ausreichend Licht. Die Gänse im Anflug zu fotografieren habe ich nicht geschafft, aber ein Foto vom Start einer Graugans ist ganz gut gelungen.

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Gangelt_20-05-01_DSCF8137

Kiebitznachwuchs

Durch die im Flug blinkende schwarze Ober- und schwarzweiße Unterseite kann man fliegende Kiebitze schon aus weiter Entfernung erkennen. „Noch vor 50 Jahren war der Kiebitz auf den Feldern und Wiesen in Deutschland häufig zu sehen. Heute ist er aus vielen Agrarlandschaften verschwunden und gilt als „stark gefährdet“.“ schreibt der Nabu.

Doch damit muß man sich nicht abfinden. „Eine rein praktische Schutzmaßnahme ist die Markierung der Nester schon vor der Bodenbearbeitung oder auch auf früh bestellten Feldern, um sie dadurch vor unnötiger Zerstörung durch Feldarbeiten zu bewahren. Diese Hilfe für den Kiebitz mit relativ einfachen Mitteln hat die UNB in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer in diesem Jahr erstmals initiiert.“ informierte Peter Hamacher im letzen Jahr auf den Seiten des Nabu Selfkant.

Und das Konzept von Peter Hamacher geht auf, dies zeigen folgende Bilder aus dem Sefkant. Hier haben wir inzwischen einen relativ großen Kiebitzbestand, der sich auch erfolgreich vermehrt.

Kiebitz mit Jungvögeln
Kiebitz mit Jungvögeln
Kiebitz mit Jungvögeln

Und die Kiebitze verteidigen ihr Revier gegen einen Graureiher. Meine Position war leider genau an der gegenüberliegenden Seite des Feldes. Die Kiebitze flogen stets über dem Reiher, so dass sie nie in den Fangbereich des Schnabels kamen.

Havert 19.April 2020
Havert 19.April 2020
Havert 19.April 2020
Havert 19.April 2020

Natur kennt keine Grenzen

neues Rodebach – Roode Beek!

Unterwegs im Naturpark Rodebach-Roode Beek. Gemeinsam haben die Gemeinden Onderbanken und Gangelt etwas für den Naturschutz getan und der Mensch findet hier Entspannung, Erholung und zahllose Fotomotive.