NF Natur & Foto – November 2025

Titelbild: Beim Fressen versteht das sonst so friedliche Rotkehlen keinen Spaß. Das Foto ist Dank precapture ein Zufallstreffer. Ich hatte die Meise im Visier, plötzlich die Attacke…..

Fotobeispiele bei Flickr, je ein Erinnerungsbild pro Tag
Texterläuterung sind nach den Bildern zu lesen – ein Tagebuch in Stichpunkten

1.11.
Erste Tour durch Selfkants Felder. Greifvögel waren noch nicht zu sehen. Ein paar Aufnahmen von einem Falken im Rüttelflug bei miesem Licht. Fotos von Saatkrähen in Hastenrath
An der Futterstelle im Garten sind schöne Fotos von einer Haubenmeise entstanden.
Die Futterstellen habe ich in diesem Jahr so positioniert, dass ich vom Wohnzimmer aus fotografieren kann.

Es sind noch nicht alle Maisfelder abgeerntet. Keine Stoppelfelder mehr. Entweder sind sie begrünt oder eingesät. Dürfte für die Greifvögel im Winter (Nahrung) kritisch werden.

2.11.

Haubenmeisenfotos im Garten. Es sind zwei.
Sie bewohnen die Wipfel der Nadelbäume und sind daher wenig zu sehen als zu hören. Prima, dass ich erstmals so einen Wintergast und schönes Fotomotiv habe.

3.11.

Besuch beim Steinkauz in Hastenrath. 20 min nach SU erschien er vor seiner Röhre. (100.000 ISO Test)
Tour: Krähen und Dohlen
Garten: etliche Haubenmeisenfotos

5.11.

Tour am Waterbuffer bei Gangelt – Schilf gemäht, keine Vögel zu sehen
Einhörnchen und Krickenten am Rodebach, bzw. am Teich mit Nabu Plattform
Kiebitzabend mit Peter , siehe Bericht Selfkant online
Mond in kürzester Entfernung

6.11.

Erstmals den Specht im Garten wieder gesehen, sie ist sehr scheu

7.11.

Meisen am „Spechtstab“, selbst gemachte Futtermischung plus Extra Erdnüsse

8.11.

Garten: Specht, Haubenmeise, Sperling, Rotkehlchen
Natur im Selfkant mit der Q3

9.11.

Test TZ202 in Stevenswert, nein, das wird nicht die Reisekamera für den USA Trip

10.11.

Im Garten 08/15 Bilder
Movie Erdnussfressen der Meisen leider nur in HD Qualität (Kohl- und Blaumeise)

11.11.

Garten 08/15 Flugstudien mit Meisen
Es ist eine SL3 Reporter erschienen. Das weckt Begehrlichkeiten.

12.11.

NSG Schalbruch: Nil-, Bläss- und Graugänse; Nilganspaarung, Waldwasserläufer
Die Paarung erfolgte im Wasser auf der Wiese. Mit dem Nachwuchs wäre dann im Februar zu rechnen. Recht zeitig.

13.11.

NSG Schalbruch: Nur noch Nilgänse, die Gänse von gestern und die Waldwasserläufer waren ws Durchzügler. Auch auf den anderen Feldern und Wiesen keine Gänse
Q§3Landschaftsaufnahmen in Schalbruch und Isenbruch bei schönem Licht
Lachmöven bei Havert und Nahaufnahmen von Saatkrähen und Graureihern im Flug

14.11.

Stark bewölkt, kein Fotwetter um Vögel zu fotografieren. Das ist mal eine Gelegenheit die Fotostellen im Garten festzuhalten.

  • Bild 1: Vogelhaus mit Birkenstamm mit Vertiefeung, links -bStock mit Futterlöchern und Futterplatz aus Rinde on top. Beide Plätze sind in diesem Jahr so positioniert, dass ich einen möglichst neutralen Hintergrund bekomme. Morgens herrscht Gegenlicht, zwischen 13 und 15 Uhr ist beste Fotozeit. Alternativ auch im Tarnzelt auf der Terrasse.
    Unter dem Vogehaus befindet sich noch ein Stamm, wo Haferflocken angeboten werden. Diese werden am Abend restlos entfernt, um keine Ratten anzulocken.
  • Bild 2 Detail Futterloch im Stamm – die Erdnüsse „wirken“
  • Bild 3 Stock mit Bohrung für Futter vor einem Strauch, So sind die Vögel gezwungen von rechts oder von links an- und abzufliegen. Womit sich die Flugbahn besser abschätzen lässt.
  • Bild 4 ca. 2 m vor den Wohnzimmerfenster in einer Jasminhecke. Leider sieht man da die Vögel nie anfliegen. Das ist bei den anderen Plätzen besser.
  • Bild 5 Im Wohnzimmer, von der Küche aus kann ich auch fotografieren.
  • Bild 6 Oft landen sie in einem nahen Ahornbaum und fliegen dann die Futterstelle an, wie im Bild unten rechts (nur war es heute viel zu dunkel, (40.000 ISO, 1/1600)

Was fehlt sind die schönen Motive der letzten Jahre wie Eichelhäher, Buntsprecte, Heckenbraunelle oder Kernbeißer

17.11.

Im Garten ist es sehr ruhig. Der Grünspecht war da, hab ihn erwischt, die Bildqualität ist leider mies, da ich durch eine alte Staude fotografieren musste.
Im Kalkmoerasgebiet waren Grau-, Kanada- und Nilgänse sowie 2 Schwanpaare

Winterzeit – Fotografie an der Futterstelle im eigenen Garten

Anfang Oktober habe ich mit der Fütterung in unserem Garten begonnen. Zunächst war natürlich nichts los. Inzwischen ist November und es haben sich zahlreiche Gäste eingestellt.
Bis dato (13.11.23) konnte ich beobachten:

Amsel
Blau- und Kohlmeise
Buchfink
Buntspecht
Eichelhäher
Heckenbraunelle
Ringeltaube
Rotkehlchen
Sperling
Zaunkönig

Neben dem klassischen Vogelhaus habe ich mehrere Ansitze mit und ohne Futterangebot geschaffen. Für die Vögel, die ihre Nahrung bevorzugt in Bodennähe aufnehmen, gibt es eine spezielle Futterstelle.

Die Futterstellen sind so angeordnet, dass ich das Treiben vom Küchenfenster aus beobachten und fotografieren kann. Das ist ebenfalls von der Terrasse aus möglich, da eine Hecke ausreichend Schutz bietet. So kann ich bequem im Warmen sitzen oder „gut verpackt“ im Sessel auf der Terrasse. Die max. Entfernung für Aufnahmen beträgt vom Küchenfenster ca. 7m und von der Terrasse ca. 5m.
Wahlweise lassen sich die Kameras über WIFI (Fuji) oder USB Kabel (Sony) ansteuern. Dadurch ist es möglich, eine bodennahe Ansicht zu bekommen und näher an die Vögel heranzurücken.

Sowohl die Fuji X App für das Handy als auch die Sonysoftware (Imaging Edge Desktop), die ich auf einem Macbook Air installiert habe, sind recht komfortabel. Blende und Belichtungszeit lassen sich einstellen, ständig ist ein Sichtkontakt zur Aufnahmestelle gegeben. Nachteilig ist die relativ große Auslöseverzögerung und der Umstand, dass nur Einzelbilder möglich sind. Dies schränkt natürlich die Möglichkeiten stark ein. Und leider muss man sich für einen genauen Aufnahmeort entscheiden. Aber so sind z.B. Nahaufnahmen in Bodennähe möglich, wozu sonst ein Tarnzelt notwendig wäre. Dass hier mit einer Futterstelle „nachgeholfen“ wurde ist auf vielen Bildern nicht zu sehen.

Das ist bei den frei stehenden Futterstellen schon schwieriger. Am Vogelhaus selbst fotografiere ich gar nicht mehr, da gibt es vom letzten Winter genug Aufnahmen.

Für den Specht und die Meisen habe ich einen Baumstamm mit Löchern versehen und stopfe da Meisenknödel hinein, die ich inzwischen selbst herstelle. Beide Vogelarten haben das gut angenommen. Inzwischen haben diese Futterquelle auch die Sperlinge entdeckt und nutzen sie mit Erfolg. Ein Amselmännchen versucht sich dort ebenfalls, aber so richtig will es nicht noch nicht klappen. Er flattert zwar wie eine Meise davor, kann sich jedoch nicht am Stamm festkrallen. Jedoch schafft er es sich etwas heraus zu picken.

Statische Fotos von meinen Wintergästen habe ich genug. Ich möchte die Vögel in der Bewegung festhalten.

Meisen

Interessant finde ich es, wenn die Meisen die Futterstelle anfliegen. Bevor sie landen „stehen“ sie in der Luft. Ein Sperling macht ca. 13 Flügelschläge pro Sekunde. Mit einer Belichtungszeit von 1/2000 sec lassen sich die Bewegungen gut „einfrieren“, Bei 20 Bilder pro Sekunde ist die Ausbeute schon recht gut. Die kleinste Blende ist Blende 9, da ich einen 1,4 fach Konverter mit dem Tele kombiniere.

Da eigentlich immer ausreichend Zeit ist den Vogel genau anzupeilen, fällt die geringe Schärfentiefe nicht negativ aus. Das ist bei der Landung der Eichelhäher völlig anders.

Eichelhäher

Hier fokussiere auf ich auf den Ast der Futterstelle. Sehe ich den Vogel anfliegen, löse ich mit 20 Bildern pro Sekunde aus. Es braucht in der Regel max. 5 Bilder vom Erkennen bis dass der Vogel sitzt. Ein Singvogel fliegt mit ca. 30 km/h, dass sind ca. 5 m/sec. Die Zeit von der Sichtung bis zur Landung beträgt ca. 1/4 Sekunde. Bei einer Brennweite von 840 mm ( 600mm x 1,4) und einer Blende 9 ist der Schärfentiefenbereich je nach Abstand nur ca. 1 cm groß. Entsprechend gering ist die Ausbeute an scharfen Aufnahmen.
Abhilfe schafft eine Abstandsverkürzung (Fotos von der Terrasse) und Blende 11. Zwangsweise steigt die ISO Zahl, was zu einem stärkeren Rauschen führt. Damit sind diese Aufnahmen an ausreichend Licht gebunden. Leider harmoniert das nicht mit den Fressgewohnheiten der Vögel, oft kommen sie schon vor dem besten Licht. Da hilft nur Geduld.

Eine Belichtungszeit von 1/2000 sec. ist nicht zwingend notwendig, Auch mit 1/1250 sec. sind mir schon brauchbare Bilder gelungen, da die Vögel im entscheidenden Moment vor der Landung auf dem Ast abbremsen.
Meine Fuji XH2S schafft 40 Bilder pro Sekunde, was natürlich die Wahrscheinlichkeit zu treffen erhöht. Allerdings ist sie beim Rauschen der Vollformatkamera unterlegen. Hier hilft nur probieren und ausreichend Sonne. Und die Saison ist noch lang!

Die Ansitz- und Futterstellen für die fliegenden Vögel muss ich noch optimieren, so dass man diese nicht als solche erkennt.

Aber auch das braucht Zeit, da ich immer erst sehen muss, wie die Vögel die Veränderungen annehmen.

Update 8.12.23

Update 2.1.24

Hummeln

Hummeln zählen neben Schmetterlingen und der Honigbiene zu den bekanntesten heimischen Insekten. Unter dem Begriff „Hummel“ verbirgt sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten. 1998 sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz 48 der weltweit 239 bekannten Arten nachgewiesen worden. Inzwischen sind bei uns ein paar Arten ausgestorben.
Die exakte Bestimmung der Hummeln setzt ein töten der Tiere voraus, da artspezifische Details nur im Mikroskop sichtbar sind. Das mag wissenschaftlich gerechtfertigt sein, ist jedoch nicht feldtauglich und sollte keinesfalls tägliche Praxis sein.„Morphologische Merkmale, die zur Unterscheidung ähnlich gefärbter Arten angegeben werden, können mit etwas Übung auch mittels Lupe am lebendigen Tier erkannt werden. Dadurch soll es nicht nur Biologen, sondern allen interessierten Personen ermöglicht werden, diese faszinieren- den Insekten kennen zu lernen und größtenteils sicher zu bestimmen.“ /1/ In diesem Zusammenhang ist ein Makrofernglas (z.B. PENTAX Papilio II 8.5×21) zu empfehlen. Es bietet nicht nur Fernsicht, sondern mit der 50-cm-Naheinstellgrenze auch ein ganz neues Seherlebnis im Makrobereich.
„Hummeln lassen sich durch ihren typischen Habitus „intuitiv“ von anderen Bienen unterscheiden. Es gibt jedoch einige Bienen, die bei oberflächlicher Betrachtung für Hummeln gehalten werden können bzw. Hummeln, die eventuell nicht als solche erkannt werden.“ „Zum Leidwesen des Bestimmers gibt es (wie bei vielen anderen Insektengruppen auch) Arten, die einander so ähnlich sind, dass selbst Experten diese nur schwer oder gar nicht unterscheiden können. Zudem sind einige Arten bemerkenswert variabel – nicht nur die Veränderliche Hummel kann stark in der Färbung ihrer Körperbehaarung variieren.“ /1/

Möchte man die Hummeln anhand von Fotos bestimmen, ist es empfehlenswert Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven zu haben.

Sehr hilfreich ist der „Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (Hymenoptera, Apidae)“ von J.F. Gokcezade, B.-A. Gereben-Krenn, J. Neumayer & H.W. Krenn /1/. Diesen gibt es als Download beim Biologiezentrum Linz (Österreich) oder als Taschenbuch für 8,95 Euro

Heute hatte ich von einer Ackerhummel Besuch. Und die hatte Übung als Fotomodel.

Die Ackerhummel gehört zu den wenigen Hummelarten, die ihre Nester selber bauen. Bei ihren Nahrungspflanzen sind sie anspruchslos. Ackerhummelvölker sind sehr langlebig. Man kann sie von Mitte April bis in den späten Oktober beobachten.

Wenn ich mich nicht irre ist das unten im Bild eine männliche Ackerhummel. In unserem Garten tummeln sich noch Stein-, Erd- und Wiesenhummeln. Hier hatte ich jedoch noch nicht die Möglichkeit sie 3- dimensional abzulichten. Aber ich arbeite daran. :- )