Auf meiner gestrigen täglichen Morgentour gelang es mir, bei Hastenrath einen Steinschmätzer abzulichten. Er hüpfte aus der Feldweg vor mir. Aus der Ferne konnte ich nicht sehen, um welchen Vogel es sich handelt. Erst am Bildschirm daheim sah ich, dass ich da eine Rarität vor der Kamera hatte.
Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) wird in Deutschland und in vielen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen in der Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) auf der Roten Liste der Brutvögel geführt.
Gefährdungsstatus
Rote Liste Deutschland: Kategorie 1 – Vom Aussterben bedroht
Rote Liste NRW: Kategorie 1 – Vom Aussterben bedroht (als Brutvogel)
Schutzstatus: Besonders geschützte Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz
„Der Steinschmätzer kommt in Nordrhein-Westfalen nur noch in sehr geringer Anzahl als Brutvogel vor. Seit dem Jahr 2000 sind nahezu alle Vorkommen erloschen. Die letzten Brutvorkommen wurden in Steinbrüchen und auf Truppenübungsplätzen (z.B. Senne, Dorbaum) sowie im Rheinischen Braunkohlerevier nachgewiesen. Der Gesamtbestand wird auf 10 bis 20 Brutpaare geschätzt (2020).“ https://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/de/arten/gruppe/voegel/kurzbeschreibung/103110
Vermutlich handelt es sich um einen Durchzügler. Der Steinschmätzer ist ein Langstreckenzieher. Das Winterquartier liegt im tropischen Afrika südlich der Sahara (von Mauretanien bis Äthiopien). Der herbstliche Wegzug beginnt im August, der Rückzug in die Brutgebiete erfolgt ab April.

