Netter Besuch aus der Schweiz

Lange hatte ich mich schon auf das Treffen mit Manfred Stutz ( https://www.wildfoto.ch ) und Thomas Marmet ( https://www.natur-momente.ch ) gefreut. Auf ihrem Rückweg in die Schweiz hatten wir uns für eine kleine Fototour verabredet. Das Wetter hätte uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Koniks bei Maaseik wollten wir besuchen, doch es schüttete wie aus Eimern und die Wiesen standen unter Wasser. Kurzentschlossen fuhren wir weiter nach Stevensweert und hatten dort etwas mehr Glück. Für die Pferde ist jetzt eine harte Zeit angebrochen. Zweige und die Rinde der Bäume, statt frisches Gras stehen auf dem Speisezettel. Bei Regen und kaltem Wind stellten sich die Tiere so, dass wir überwiegend nur Ihr Hinterteil präsentiert bekamen.

Wildpferde

X-Pro3

Am 28.11.2019 habe ich sie bei Audiophil in Aachen abholen dürfen. Ich war einer der Ersten, der diese tolle Kamera sein Eigen nennen darf. Nicht die Werbung, dass die Kamera teilweise ein Gehäuse aus Titan hat, bewog mich in diese Kamera zu investieren. Nein, das wäre Humbug gewesen. Reintitan ist weich und wenig verschleißbeständig, aber Titan klingt eben sehr wertig.

Vielmehr hat es mir der optische Sucher angetan. Seinen vollen Nutzen entfaltet er bei nicht zu großen Objektiven mit Brennweiten von 23 bis 90 mm. In einem Rechteck sieht man den Bildausschnitt, den das jeweilige Objektiv abbildet. Weiter ist ein größerer Bildausschnitt zu sehen, der einen Eindruck von der unmittelbaren Umgebung vermittelt. So lässt sich der aufzunehmende Bildausschnitt optimal auswählen. Werden bewegte Objekte, wie z.B. Kinder fotografiert, ist genau verfolgbar, wenn Sie einem in das Bild laufen.

Der Fotograf ist allerdings auch gezwungen sich etwas mehr Gedanken über die Kameraeinstellungen zu machen. Denn das zu erwartende Bildergebnis hinsichtlich Belichtung ist nur im elektronischen Sucher oder bei aufgeklappten Display zu sehen. Der optische Sucher zeigt die Umgebung so wie sie ist, ohne Rücksicht auf die aktuellen Einstellungen. Das ist praktisch so, wie zu analogen Zeiten und kann leicht zu Fehlbelichtungen führen, die ich aber bisher immer noch mit Capture One korrigieren konnte. Wobei auch im optischen Display die Tonwertverteilung angezeigt werden kann. Hier muss ich noch lernen mich umzustellen, denn der elektronische Sucher hat einen da doch sehr verwöhnt.

Wer sich nicht sicher ist, kann immer noch auf den elektronischer Sucher umstellen oder das Display aufklappen. Der optische Sucher zwingt einen zumindest wieder genauer hinzuschauen und die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Das heißt Entschleunigung: Sehen – Analysieren – Auswählen – bewusst Einstellen – Fotografieren.

Die Kamera ist wie geschaffen für die Reportage- und Reisefotografie, gerade wenn man sich auf wenige Festbrennweiten beschränkt. In meiner Wandertasche stecken nun die X Pro 3 mit dem XF 27mm F/2,8 und dem XF 50mm F2 WR und ein Ersatzakku. Der nächste Urlaub kann kommen!

Was mir gefällt und weniger zusagt:

wetterbeständig

schneller AF

26,1 Mio Pixel

USB Typ C Anschluss

wertige Verarbeitung

zu viele Einstellmöglichkieten in den Menüs

kein Ladegerät im Lieferumfang

Die X Pro1 war vor Jahren meine erste Bekanntschaft mit dem X System von Fuji. Und zwischen diesen Kameras liegen Welten! Jetzt heißt es, sich mit den Eigenheiten und Möglichkeiten der Neuen bekannt zu machen.

Wildpferde an der Maas

In unmittelbarer Nähe vom Selfkant gibt es in Stevensweert (NL) und bei Maaseik (B) zahlreiche freilebende Pferde. Die Bezeichnung Wildpferd ist nicht exakt. Es handelt sich hier um Koniks, eine Ponyrasse aus dem mittel- und osteuropäischen Raum.

Im Sommer hatten wir schon einzelne Tiere an der Maas bei Maaseik gesehen. Heute habe ich ca. 70 Tiere, vereint in einer Herde, gezählt.

24.11.2019 – Heute Morgen haben wir die Tiere an ihrem Schlafplatz aufgesucht.

Wildpferde