Jeder hat sie schon fotografiert, nur ich noch nicht. Das hat sich heute geändert. Das erste Bild zeigt ein Männchen, das zweite Bild ein Weibchen, zu erkennen am Schnabel
Es ist gar nicht so einfach einen Fisch zu verschlingen …

Uwe Huchel @ 2002 – 2023
Es ist interessant anzusehen, wenn der Baumläufer die Baumstämme hinaufhuscht, emsig auf der Suche nach Insekten. Baumläufer brüten in der Zeit von April bis Juli. Ihre Nester haben sie in Baumspalten oder auch Spechthöhlen. Optische Unterschiede gibt es zwischen Männchen und Weibchen nicht. Das Gefieder passt sich optimal an die Rinde eines Baumes an. Der Waldbaumläufer ist etwas schlanker als der Gartenbaumläufer, er hat auch einen etwas kürzeren Schnabel und eine längere Hinterzehe. Was natürlich zur Bestimmung relativ wenig nutzt, wenn man nicht beide nebeneinander sieht. Zur Unterscheidung wird der Gesang herangezogen, da dieser bei beiden Arten signifikant unterschiedlich ist. An der Versorgung der Jungvögel sind beide Elternvögel beteiligt. Bilder aus dem Selfkant (Mai 2022) – Ihre Höhle haben sie in einer alten Kastanie. Emsig waren sie damit beschäftigt Futter für die Jungen herbei zu schaffen.
Auf einem Feld mit markierten Kiebitznestern tummelten sich auch zwei Feldhasen.
Brütender Kiebitz, Aufnahmeabstand 70 m – keine Störung für den Vogel!
Der Feldhase ist kurzsichtig und sieht hauptsächlich Bewegungen (Bewegungsseher). Dies zeigte sich eindrucksvoll, als ich stillsitzend die Kiebitze beobachtete. Die Hasen nahmen mich nicht war und kamen bis auf ca. 3 Meter an mich heran, erst die Bewegungen, die mit der Bedienung der Kamera verbunden waren, ließ sich aufschrecken.
Seine seitlich stehenden Augen erschließen ihm einen Blickwinkel von nahezu 360 Grad.
Ein weiteres Erlebnis an diesem Tag war die Aufnahme eines Rotmilans mit Sender. Der Rotmilan flog über das Kiebitzgebiet und wurde sofort von diesen attackiert.
Dank der Unterstützung des DDA habe ich diesen Link bekommen: Der von den Niederländern eingesetzte GPS-GSM logger (Ornitela, OrniTrack-25) ist genau der, den „mein“ Rotmilan trägt.
14.5. – heute kam die erhoffte Antwort von Stef van Rijn aus den Niederlanden.
„I checked the data of the red kites with GPS loggers and it seems that you saw the bird „Heerlen-1“.
This bird is ringed by us as a nestling in the area of Heerlen in 2020. This bird was the oldest nestling of a nest of 3 birds. All 3 birds got a GPS-loggers but number 2 and 3 died last year in the south of Europe (probably poisoned but we wait for laboratory results).
In the map below you see the positions since 10:09h of that day 23rd April. The bird was indeed flying east and landed in a field after you made the picture. It stayed in that field for c. 30 minutes and then headed north.

Nachtrag vom 2.9.22: Der Rotmilan starb am 19. Juli 2022 in Nordbrabant infolge einer Kollision mit einem Zug, Quelle: https://www.naturetoday.com/intl/nl/nature-reports/message/?utm_source=newsletter&utm_medium=e-mail&utm_campaign=user-mailing&msg=29660
Weitere nützliche Links zum Rotmilan:
/1/ DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG (Hrsg.) (2020): Schutz der Verantwortungsart Rotmilan – Ergebnisse des Verbundprojekts Rotmilan – Land zum Leben. Tagungsband zur Abschlussveranstaltung am 22.10.2019 in Berlin.
/2 / Der Rotmilan (Lebensraum, Population und Verbreitung, Populationsentwicklung, Bedrohungen)
/4/ Projekt EUROKITE+
/6/ OrniTrack-25 – solar powered GPS-GSM tracker
/7/ Nature today