Wiesentagebuch 5/2018

Wiesentagebuch 5/2018

Erster Besuch im Juli. Die Wetterbedingungen waren zum fotografieren geradezu ideal. Leider fehlten die Motive. Es ist schon etwas frustrierend, wie wenig Insekten es inzwischen gibt. Dagegen ist in unserem Garten geradezu die „Hölle los“.

Raupe des Jakobskrautbär – Um sich zu schützen imitieren die Raupen dieses Nachtfalters die schwarz-gelbe Warnfarbe der Wespen.

Die Trockenheit ist so groß, dass es sich einfach nicht mehr lohnt auf Insekten – Motivsuche zu gehen.
Das war es dann für dieses Jahr.

🙁

In unserem Lavendel ist was los

In unserem Lavendel ist was los

  • Artikel in Bearbeitung –

Dass, was ich eigentlich in der „freien Natur“ suche, finde ich inzwischen in unserem Garten. Vor 3 Jahren haben wir diesen völlig neu gestaltet und bei der Pflanzenauswahl darauf geachtet, dass ständig etwas blüht und speziell Schmetterlinge oder Bienen Nahrung finden. Heute kann man sehen, dass unser Konzept aufgegangen ist. Zur Zeit herrscht im Lavendel ein reges Treiben…..Hauptsächlich sind es Hummeln, die hier nach Nahrung suchen.

Gartenhummel oder Dunkel Erdhummel  Bild: garten__18-06-25_P6250555
Helle Erdhummel  Bild: garten__18-06-24_P6240334

Auch eine Krabbenspinne liegt auf der Lauer. Auf den Bildern ist schön zu sehen, wie sie ihre Fangarme ausgebreitet hat und auf Beute lauert. Die Hummeln konnte sie jedoch nicht packen. Sobald diese die Spinne bemerkten, legten sie den „Rückwärtsgang“ ein. Dieses Fluchtmuster war allen gemein.

Auch Schmetterlinge lieben den Lavendel – an der Lavendelnektarbar … Mit etwas Fantasie kann ich durchaus „unterschiedliche Typen“ entdecken. Den Genießer, den heimlichen Trinker, einer hält sich krampfhaft an der Theke fest – „5 vor 12“, einer schafft es nicht mehr den Rüssel einzutauchen (total high) und den Eleganten… (ich hab noch nichts getrunken)

Kleiner Weißling  Bild: garten__18-06-25_P1370031
Zitronenfalter:     Bild: garten__18-06-26_P1370073

Paarung im Lavendelstrauch ….

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Silberner Grünrüssler

Silberner Grünrüssler

Die beiden ca. 5 mm großen Käfer entdeckte ich heute beim Heckeschneiden. Sie hatten es sich dann auf meinem Schuh bequem gemacht. Eine ideale Position für ein paar Aufnahmen.  Die kurzen, langgestreckten Schuppen geben dem eigentlich schwarzen Käfer sein Aussehen. Die Vorderbeine des Männchens haben deutlich Spuren hinterlassen. Dort wo die Schuppen fehlen, ist der schwarze Körper zu sehen. Nach dem Shooting ging es zurück ins Grüne. Die kleine Unterbrechung hat die beiden wohl nicht gestört.

 

 

Frisch geschlüpft

Frisch geschlüpft

Ich hatte heute am Ufer des Anglerteiches zwischen Tüddern und Süsterseel Ausschau nach Larvenhäuten gehalten, um zu sehen, ob die Libellen schon schlüpfen. Denn die Metamorphose der Libellen steht  auf meiner fotografischen Wunschliste ganz oben. Die Suche blieb leider erfolglos. Aber ca. 2 Meter vom Ufer entfernt saß im Gras eine junge, noch flugunfähige Keiljungfer. Das war ein Volltreffer!!

Ich vermute, es handelt sich um eine Westliche Keiljungfer.

weitere Bilder

12.5.2018 / Vieles deuted darauf hin, dass es sich um eine westliche Keiljungfer handelt.

„Die Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) ist eine Libellenart aus der Familie der Flussjungfern (Gomphidae). Diese gelb-schwarz gefärbte Großlibelle (Anisoptera) besiedelt als einzige Vertreterin ihrer Familie vorwiegend stehende Gewässer – alle anderen Gomphiden benötigen Fließgewässer für ihre Larvalentwicklung. In Mitteleuropa galt sie bis vor einigen Jahrzehnten als äußerst selten; inzwischen zeigt die Art hier eine Ausbreitungstendenz und man kann ihr in Flusstälern mit Kiesabbaustätten häufiger begegnen.“

„Die Expansion des Verbreitungsgebietes wird zum einen mit klimatischen Veränderungen, zum anderen mit einem erhöhten Biotopangebot erklärt. Die Westliche Keiljungfer nutzt vor allem Baggerseen in Kiesgruben als Sekundärlebensräume und hat insofern von deren Zunahme profitiert. Insbesondere in Flussauen entstehen oft großräumige Nassabbaustellen von Kiesen und Sanden. Heute stellen diese klaren, vegetationsarmen Baggerseen den wichtigsten Lebensraumtyp von Gomphus pulchellus dar; darüber hinaus besiedelt sie Stauseen, eutrophe Moorweiher, Altarme von Flüssen, Flussunterläufe und breite, träge fließende Kanäle. Gemeinsame Merkmale dieser Gewässer sind besonnte, offene (wenig bewachsene) Sand-, Kies- oder Geröllufer, verbunden mit tieferen Wasserzonen, die feinkörnige bis schlammige Sedimente aufweisen.“

„Der Schlupf erfolgt mitunter nur wenige Zentimeter von der Wasserlinie entfernt an Strukturen jeglicher Art (Pflanzen, Treibholz, Steine etc.). Manchmal ist das Abdomen dabei sogar noch untergetaucht. Andere Larven entfernen sich aber auch mehrere Meter vom Wasser oder klettern bis zu zwei Meter hoch in die Uferstrukturen. Der Schlupfvorgang vollzieht sich innerhalb einer Viertelstunde bis einer Stunde, ist also für eine Großlibelle von sehr kurzer Dauer. Trotzdem fallen dabei und auch in der anschließenden Aushärtungsphase sehr viele Individuen Wellenschlag oder aber Fressfeinden wie Bachstelzen, Sperlingen, Fröschen oder Ameisen zum Opfer.“ /1/

Als Flugzeit wird in /2/ Anfang Mai bis Anfang August angegeben. Auch diese Angabe passt zur Beobachtung.

Den Schlupf bei noch untergetauchtem Abdomen auf treibenden Pflnazenresten konnte ich vermutlich am 12.5. beobachten.

Larvenhaut in unmittelbarer Nähe des ersten Aufnahmeortes

/1/ https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Keiljungfer
/2/ https://www.libellen.tv/libelle_westliche-keiljungfer_gomphus-pulchellus.html

 

Wiesentagebuch 3/2018

Wiesentagebuch 3/2018

Pünktlich zum 1.Mai

Auf der Lauer

 

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Die negative Seite des Brauchtums. Zwei Birken wurden geschlagen, jedoch liegen gelassen. Warum?

2.5.2018

Veränderliche Krabbenspinne

Sie können zur Tarnung ihre Körperfarbe aktiv wechseln und passen sich der Blüte an, auf der sie auf Beute lauern. Die Beute besteht aus blütenbesuchenden Insekten aller Art. Diese sind oft um ein Mehrfaches größer als die Spinne. Diese ergreift ihre Beute blitzschnell mit den beiden kräftigen und stark vergrößerten Vorderbeinpaaren und tötet sie meist durch einen offensichtlich sehr schnell wirkenden Biss in den Hinterhals. (Wikipedia)

11. und 12. Mai

Der Wiesenkerbel blüht in voller Pracht, die gewürfelte Tanzfliege (Empis tessellata) ist auf den weißen Blüten ständiger Gast. Auch ein Perlmutfalter Landkärtchen (Araschnia levana)  fühlte sich angezogen. Am Boden dominiert der Hahnenfuß. (danke an Emanuela für den Hinweis zum Landkärtchen)

 

 

 

18. Mai

Die weißen Blüten der Wiesen-Margerite prägen Teile „meiner Wiese“. Sie werden von zahlreichen Insekten besucht. Die veränderliche Krabbenspinne hat sich für weiß entschieden. Und wie man sieht erfolgreich. Ein kleiner Schmetterling war die Beute.

 

 

 

 

Auf dem Wiesenkerbel erbeutete ein anderes Exemplar eine Tanzfliege.

 

23.Mai