Fotoprojekt – Feuchtwiese

In der Vergangenheit prägten Feuchtwiesen den Charakter unserer Landschaft. Sie wurden von Flüssen und Bächen zum Teil regelmäßig überschwemmt, lokal blieb das Wasser dann mehr oder weniger lange stehen. Pflanzen und Tiere hatten sich auf einen Lebensraum angepasst, der durch eine hohe Bodenfeuchtigkeit, zeitweise Überschwemmung und sommerliche Austrocknungsphasen gekennzeichnet ist.

 

Eine der Bänken in Gangelt

Eine der Blänken in Gangelt

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Spiegellos oder Spiegelreflexkamera?

Jahrelang habe ich mit Technik von Canon fotografiert. Doch irgend wann wurde mir die Schlepperei zu viel und mit dem Erscheinen der Fuji X100 bzw. XPro1 habe ich das System gewechselt. Für die dokumentarische Fotografie bei Selfkant online, für Landschaften oder auf Reisen ist das Fuji System total ok. (siehe http://selfkant-online.de und http://irland-island-schottland.de ) Dies bezieht sich sowohl auf die Möglichkeiten, als auch auf die Bildqualität. Die optische Leistung der Fuji Objektive ist einfach nur Klasse, die AF Geschwindigkeit ist mit der XT1 akzeptabel geworden und wer braucht mehr als 16 Megapixel? Ich bin der Meinung, wer nicht ständig in A3 und größer druckt, wohl niemand.
Mit einem neuen Projekt, die Natur an den Blänken im Gangelter Bruch im Bild festzuhalten,  bin ich wieder verstärkt in die Makrofotografie eingestiegen. Und hier zeigen sich jedoch die Grenzen des spiegellosen Systems. Fuji hat nur das 60 mm Makro, was für Libellen,  Schmetterlinge oder Laubfrösche ausreichend ist.

Fototour "de doort" NL

Fototour „de doort“ NL

Laubfrosch

Laubfrosch

(bei beiden Fotos wurde  das XF 60mm F2,4 R Makro genutzt – beim Schmetterling wurde ein Stativ eingesetzt, der Laubfrosch wurde freihand aufgenommen)

Bei kleineren Objekten ist der Abbildungsmaßstab einfach zu gering. Mit den Zwischenringen MCEX-11 und MCEX-11 muss man so nah an das Objekt, dass dieses flüchtet und dass die Sonnenblende demontiert werden muss, um überhaupt in vernünftige Makroregionen zu kommen.

Ob es nun die Qualität der Kombination der in die Jahre gekommenen Canon 5D mit dem 105èr Makro von Sigma besser als die der Fuji Technik ist oder nicht, weiß ich nicht. Aber das manuelle Scharfstellen mit dem Blick durch den Winkelsucher erlaubt einfach ein besseres Arbeiten als der Blick auf den schwenkbaren Monitor der XT1, trotz aller technischen Spielerein. Und ein Abbildungsmaßstab von 1:1 bei ca. 31 cm Entfernung zwischen Motiv und Objektiv kann durch die Spielerei mit den Zwischenringen einfach nicht ersetzt werden.

Euthrix potatoria (LINNAEUS, 1758)

Euthrix potatoria (LINNAEUS, 1758)

Heute kann ich nur sagen, ein Glück, dass ich die alte Canon 5D nicht verkauft habe. Ebenso das Sigma Macro 105mm F2,8 (Bild der Raupe) sowie das 150-500mm F5,0-6,3 .
Und 12 Mio Pixel reichen für meine Belange vollkommen aus, hat man doch gerade bei den Makroaufnahmen genug Zeit um das Bildformat zu füllen, vorausgesetzt, die Motive sind nicht zu klein.