Woher kommt der violette Schimmer? Luftverschmutzung – zur Aufnahmezeit am 25.9.2026 lag M81 nicht zuweit über dem Horizont. Darauf deuted auch der Farbschimmer etlicher Sterne hin.
Oder ist es die Eklärung über Google?
Der violett-blaue Schimmer: Junge Riesensegmente
Die äußeren Ränder und die Spiralarme zeigen auf kombinierten Aufnahmen oft einen intensiven violetten bis bläulichen Schimmer. [1, 2]
Heiße Sternhaufen: In Spiralgalaxien wie M81 konzentrieren sich die jüngsten und massereichsten Sterne in den Armen. Diese Sterne brennen extrem heiß (oft weit über 20.000 Grad Celsius) und strahlen den Großteil ihrer Energie im kurzwelligen Ultraviolett- und Blaubereich ab. [1]
Mischfarbe auf Fotos: Wenn das tiefe Blau dieser heißen Sternhaufen fototechnisch mit den roten Wasserstoff-Nebeln (H-Alpha) oder kosmischen Staubfiltern verschmilzt, entsteht in den Übergangszonen der Aufnahmen ein prächtiger violetter Farbeindruck. [1]
M81 Bearbeitung mit GraXpert – die Farbe ist verschwunden
Messier 81 (M81), auch bekannt als Bodes Galaxie, ist eine der hellsten und am leichtesten zu beobachtenden Spiralgalaxien am nördlichen Sternenhimmel. Sie befindet sich im Sternbild Großer Bär (Ursa Major) und bildet zusammen mit ihrer Nachbargalaxie M82 ein weltberühmtes Galaxienpaar.
ca. 90.000 Lichtjahre (etwas kleiner als unsere Milchstraße)
Scheinbare Helligkeit
6,9 mag (unter perfekten Bedingungen theoretisch mit bloßem Auge sichtbar)
Entdecker
Johann Elert Bode im Jahr 1774
Nachtrag vom 2.10.2026
Eine Erklärung warum die Mehrzahl der Unistellar Bilder ins Violette gehen:
Unistellar-Teleskope nutzen eine aggressive, proprietäre Software-Filterung („Deep Dark Technology“), um Lichtverschmutzung live herauszurechnen. Wenn man versucht, Lichtverschmutzung (die im Spektrum oft gelb/grünlich durch Natriumdampf- oder LED-Lampen ist) rechnerisch abzuziehen, kippt der Weißabgleich im Hintergrund sehr leicht in die Komplementärfarbe. Die Gegenfarbe zu Grün/Gelb im Farbrad ist Violett/Magenta.
Typisch für planetarische Nebel strahlt der Zentralstern aufgrund seiner hohen Temperatur überwiegend unsichtbar im Ultraviolett– und im Röntgenbereich, ionisiert jedoch mit dieser energiereichen Strahlung die Atome des Nebels und regt sie so zum Leuchten an. In diesem Nebel ist dabei eine Struktur mit der 100-fachen Helligkeit der Sonne[2] und einer Winkelausdehnung von 8,0 × 5,7 Bogenminuten entstanden, die, mit kleineren Teleskopen beobachtet, namensprägend einer Hantel ähnelt. Umgeben wird sie von einer schwächer leuchtenden äußeren Hülle von 15 Bogenminuten Durchmesser.
Komischer Weise steht in den FITS Dateien GBRG. Mit diesem Profil entsteht in APP unten stehendes Bild. Mit dem Standprofil entsteht ein violettes Bild. Keine Ahnung, warum jetzt in den FITS Dateien ein anderes Profil verwendet wurde.
Unter Verwendung von GBRG gibt es dennoch markante Unterschiede zum JPG von Unistellar.
M27. APP – GraXpert – C1
Auf der Suche nach den Ursachen, habe ich etliche Bilder von Seestar Teleskopen gesehen, ebenfalls grün waren. Google erklärt das wie folgt:
Dass Rohfotos oder fertig gestapelte Bilder von Smart-Teleskopen wie dem ZWO Seestar eher einen Grünstich und Teleskope von Unistellar (wie das eVscope oder eQuinox) eher einen Violett-/Magentastich aufweisen, liegt hauptsächlich an zwei technischen Faktoren: der Beschaffenheit des Kamerasensors (Bayer-Matrix) und den integrierten Filtern zur Lichtverschmutzung sowie der jeweiligen Software-
Farbkalibrierung.
Hier sind die genauen Gründe für den Farbunterschied:
Die Bayer-Matrix des Kamerasensors (Der Grün-Überschuss)
Die in Astrokameras verbauten CMOS-Farbsensoren nutzen fast ausnahmslos eine sogenannte Bayer-Matrix, um Farbinformationen zu filtern.
Ein typisches Pixelraster besteht zu 50 % aus grünen Pixeln, zu 25 % aus roten und zu 25 % aus blauen Pixeln (RGGB). Da das menschliche Auge für Grün am empfindlichsten ist, wird dies gemacht, um die Helligkeitswahrnehmung natürlicher einzufangen.
Der Seestar-Effekt: Wenn man Rohdaten (FITS-Dateien) direkt aus dem Seestar S50 in Astrofotografie-Programme wie Siril oder PixInsight lädt und de-bayert, wirken sie extrem grün. ZWO belässt die Daten oft sehr nah am Rohzustand. Erst das „Grünrauschen entfernen“ (SCNR) in der Nachbearbeitung korrigiert dies zu den echten Farben.
2. Der Einfluss der Lichtverschmutzungsfilter (LP-Filter)
Beide Teleskope nutzen Filter, um das störende Licht von Straßenlaternen auszublenden und gleichzeitig das Licht von Nebeln (Emissionsnebeln) durchzulassen.
Seestar (Dual-Band-Filter): Das Seestar besitzt einen einschwenkbare Lichtverschmutzungsfilter (LP-Filter), der vor allem Licht im Bereich von OIII (Sauerstoff – türkis/grün) und H-Alpha (Wasserstoff – rot) passieren lässt. Je nach Umgebungslicht und Kalibrierung der App neigen die Bilder durch den OIII-Kanal stark
zu einem türkis-grünlichen Hintergrund. Zudem gab es in der Vergangenheit Software Bugs bei der Erstellung von Flatframes in der App, die temporär für sehr grüne Live- Stacks sorgten.
Unistellar (Deep Dark Technology): Unistellar-Teleskope nutzen eine aggressive, proprietäre Software-Filterung („Deep Dark Technology“), um Lichtverschmutzung live herauszurechnen. Wenn man versucht, Lichtverschmutzung (die im Spektrum oft gelb/grünlich durch Natriumdampf- oder LED-Lampen ist) rechnerisch abzuziehen, kippt der Weißabgleich im Hintergrund sehr leicht in die Komplementärfarbe. Die Gegenfarbe zu Grün/Gelb im Farbrad ist Violett/Magenta.
3. Die Philosophie der internen Bildverarbeitung
Smart-Teleskope zeigen dir kein „echtes“ Live-Bild, sondern das Ergebnis eines winzigen integrierten Computers, der hunderte Kurzzeitbelichtungen (z. B. je 10 Sekunden) übereinanderlegt (Live-Stacking).
ZWO Seestar: Setzt auf die klassische Astrofotografie-Pipeline. Weil Grün die dominante Farbe auf dem Sensor ist, dominiert sie den Stack, solange kein aggressiver automatischer Weißabgleich erzwungen wird.
Unistellar: Ist primär für das direkte Betrachten optimiert (oft durch das elektronische Okular). Die Software versucht krampfhaft, den Himmelshintergrund tiefschwarz zu maskieren. Bei der Unterdrückung des städtischen Streulichts verschiebt sich die Farbbalance der Software-Algorithmen tendenziell in den rötlich-blauen (violetten) Bereich, was insbesondere an den Rändern des Bildes oder bei schwachen Signal- Rausch-Verhältnissen als violetter Schleier sichtbar wird.
Wie behebt man das?
In beiden Fällen handelt es sich nicht um einen Hardwaredefekt, sondern um ein Phänomen, das in der Astrofotografie völlig normal ist. Wenn dir die fertigen JPGs aus den Apps nicht gefallen, hilft der Export der Rohdaten (FITS / TIFF):
Beim Seestar: Nutze in Programmen wie Siril die Funktion „Grünrauschen entfernen“ (SCNR) sowie eine fotometrische Farbkalibrierung (PCC).
Beim Unistellar: Nutze dort die Hintergrund-Extraktion, um den violetten Farbstich und künstliche Gradienten sauber zu neutralisieren.
Inwieweit das alles stimmt, kann ich noch nicht beurteilen, da hier viele Quellen aus Facebook stammen.
Obwohl die Bedingungen am 27.09.2026 nicht optimal waren, habe ich versucht diese Galaxie aufzunehmen bevor der Mond sehr hell wurde. Richtig scharf ist die Aufnahme nicht, ich vermute, dass das am Dunst lag. Und das Auflösungsvermögen des Odyssey erreicht seine Grenzen.
Was sagt Google?
Für Einsteiger ist M57 ein lohnendes Ziel, da die Grundstruktur des „Rauchreifens“ bereits bei kurzen Belichtungszeiten und mit kleinen Teleskopen (oder sogar Teleobjektiven ab 150 mm auf einem Star Tracker) farbig abgebildet wird. Die wahre Herausforderung liegt in den Details. – Letzteres kann ich nur bestätigen.
Größe: ca. 1,4 × 1,0 Bogensekunden – M57 ist extrem kompakt und klein.
Beste Beobachtungszeit: Sommer und Frühherbst (steht dann nahe dem Zenit).
Auffindbarkeit: Sehr einfach direkt auf der Verbindungslinie zwischen den Sternen Sheliak und Sulafat.
Die Vorgeschichte: Ein sterbender Stern Vor langer Zeit gab es an dieser Stelle einen ganz normalen Stern, ähnlich unserer Sonne, aber mit etwas mehr Masse (schätzungsweise 1,5- bis 3-mal so schwer wie die Sonne). Dieser Stern fusionierte über Milliarden Jahre hinweg Wasserstoff zu Helium und später Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff.
Der Todeskampf: Aufblähen und Abstoßen (Vor ca. 4.000 bis 7.000 Jahren) Als dem Stern der Brennstoff im Kern ausging, wurde er instabil. Er blähte sich zu einem Roten Riesenauf. In heftigen Pulsen stieß er seine äußeren Gasschichten nach und nach ins All ab. Dieses abgestoßene Gas dehnt sich seither mit einer Geschwindigkeit von rund 20 bis 30 Kilometern pro Sekunde im Raum aus.
Das Leuchten: Die Geburt des Nebels Zurück blieb nur der extrem heiße, freigelegte Kern des Sterns – ein Weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von über 100.000 Grad Celsius. Dieser winzige, ultraleiße Kern sendet so intensive UV-Strahlung aus, dass er das zuvor abgestoßene Gas ionisiert. Das Gas wird dadurch zum Leuchten angeregt, genau wie das Gas in einer Leuchtstoffröhre. Das ist der Ring, den wir heute als M57 sehen.