M57

Obwohl die Bedingungen am 27.09.2026 nicht optimal waren, habe ich versucht diese Galaxie aufzunehmen bevor der Mond sehr hell wurde. Richtig scharf ist die Aufnahme nicht, ich vermute, dass das am Dunst lag. Und das Auflösungsvermögen des Odyssey erreicht seine Grenzen.

Was sagt Google?

Für Einsteiger ist M57 ein lohnendes Ziel, da die Grundstruktur des „Rauchreifens“ bereits bei kurzen Belichtungszeiten und mit kleinen Teleskopen (oder sogar Teleobjektiven ab 150 mm auf einem Star Tracker) farbig abgebildet wird. Die wahre Herausforderung liegt in den Details. – Letzteres kann ich nur bestätigen.

Astrofotografische Steckbrief-Daten

Scheinbare Helligkeit: 8,8 mag (Sehr helles Signal).

Größe: ca. 1,4 × 1,0 Bogensekunden – M57 ist extrem kompakt und klein.

Beste Beobachtungszeit: Sommer und Frühherbst (steht dann nahe dem Zenit).

Auffindbarkeit: Sehr einfach direkt auf der Verbindungslinie zwischen den Sternen Sheliak und Sulafat.

Die Vorgeschichte: Ein sterbender Stern
Vor langer Zeit gab es an dieser Stelle einen ganz normalen Stern, ähnlich unserer Sonne, aber mit etwas mehr Masse (schätzungsweise 1,5- bis 3-mal so schwer wie die Sonne).
Dieser Stern fusionierte über Milliarden Jahre hinweg Wasserstoff zu Helium und später Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff.

Der Todeskampf: Aufblähen und Abstoßen (Vor ca. 4.000 bis 7.000 Jahren)
Als dem Stern der Brennstoff im Kern ausging, wurde er instabil. Er blähte sich zu einem Roten Riesenauf.
In heftigen Pulsen stieß er seine äußeren Gasschichten nach und nach ins All ab. Dieses abgestoßene Gas dehnt sich seither mit einer Geschwindigkeit von rund 20 bis 30 Kilometern pro Sekunde im Raum aus.

Das Leuchten: Die Geburt des Nebels
Zurück blieb nur der extrem heiße, freigelegte Kern des Sterns – ein Weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von über 100.000 Grad Celsius.
Dieser winzige, ultraleiße Kern sendet so intensive UV-Strahlung aus, dass er das zuvor abgestoßene Gas ionisiert. Das Gas wird dadurch zum Leuchten angeregt, genau wie das Gas in einer Leuchtstoffröhre. Das ist der Ring, den wir heute als M57 sehen.