Kormorane

Der Kormoran, Vogel des Jahres 2010, wurde als vermeintlicher Nahrungskonkurrent des Menschen gejagt und war anfangs des 20 Jahrhunderts in Deutschland fast ausgerottet. „Insgesamt ist in den letzten Jahrzehnten in Europa auf Grund von Schutzbestimmungen eine deutliche Bestandszunahme zu verzeichnen. In Deutschland leben rund 24.000 Brutpaare“ ist auf Wikipedia zu lesen. /https://de.wikipedia.org/wiki/Kormoran_(Art)/

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Hier in der Region gibt es die Meerraben (die grobe Übersetzung aus der lateinischen Bezeichnung) in der Teverner Heide (Bild oben) und im benachbarten Limburg an den Maasseen zu sehen. Die Maasseen – im niederländischen „Maasplassen“ (plas, dt. Tümpel) – befinden sich in Belgisch-/Niederländisch-Limburg. Die Landschaft wurde durch Kiesabbau in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Heute sind die Maasplassen ein gut besuchtes Naherholungs- und Wassersportgebiet.

Nahe Stevensweert (NL) befindet sich eine Kormorankolonie. Die Vögel zeigen hier eine großzügere Fluchtdistanz als in der Teverner Heide. Wahrscheinlich steht dies im Zusammenhang mit den zahlreichen Anglern, die hier ihr Glück versuchen. Zumindest wenn man still sitzt oder steht, sich nicht ruckartig bewegt, kann man die Vögel in einem relativ geringen Abstand beobachten und fotografieren.

Die vier Exemplare, die ich am 12.2.2022 beobachtet habe, hatte ich erst mit meinem Erscheinen verscheucht. Von weitem sah ich dann, dass die Kormorane auf ihren Baumstamm am Ufer zurück kamen. Die Deckung der Büsche ausnutzend und unter einem Tarnschal versteckt, konnte ich mich den Vögeln wieder unbemerkt nähern und die ersten Fotos in gehockter Stellung aufnehmen. Nach ca.30 Minuten in der Hocke war es zwangsweise notwendig, sich wieder langsam aufzurichten. Den Tarnschal hatte ich zwar immer noch um, doch nach und nach akzeptierten sie meine Anwesenheit, stehend ohne mich hinter dem Busch verstecken zu müssen.

Es war interessant zu sehen, wie die Kormorane fliegen, schwimmen, tauchen und dann auf dem Baumstamm sich ihr nasses Gefieder von der Morgensonne trocknen lassen.

zu den Bildern

Fakten

  • Ordnung: Suliformes, Familie: Kormorane (Phalacrocoracidae), Gattung: Phalacrocorax, Art: Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • 80 bis 100 cm groß
  • sie können bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen
  • Gewicht ca. 1.700 bis 3.000 Gramm
  • Teilzieher oder Zugvogel
  • Nahrung – vor allem Fische mit zehn bis zwanzig Zentimetern Körperlänge.

Quellen

  • https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/kormoran/
  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/kormoran/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kormorane

Blaumeise im Schilf

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Auf den Schilfhalmen im Gangelter Bruch lassen sich jetzt im Winter Blaumeisen beobachten. Sie suchen in den Schilfhalmen nach von Insekten eingelagerten Eiern und deren Puppen. Der Nabu Baden – Wuertemberg informiert dazu auf seiner Seite: “ Sie klettern die Schilfhalme entlang, picken gegen den Halm und achten darauf, wie sich das Geräusch beim Klopfen anhört. Dumpf heißt: Volles Rohr! Bei Verdacht auf Beute picken sie ein Loch hinein und holen sich den Leckerbissen“

( https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/januar/21828.html )

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weitere Bilder auf Flickr im Album „Rodebach – Rode Beek

Wintergäste bei Havert

Während die meisten unserer Brutvögel jetzt im Winter in den Süden gezogen sind, kommen zahlreiche Vögel aus dem Norden zu uns. Anreiz dafür sind die milderen Temperaturen und das Vorhandensein von Futter.

Die ersten Gänse erscheinen schon Ende November und fliegen dann bereits im Februar zurück, wobei die An- und Abflugzeiten je nach Wetterlage schwanken. Tausende Gänse überwintern am Niederrhein, aber auch in den Schalbrucher Naturschutzgebieten Eiländchen und Hohbruch finden speziell Grau- und Blässgänse ideale Lebensbedingungen.

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NSG Hohnruch 2021

Derzeit sind auf den Feldern bei Havert in Richtung Isenbruch ca. 500 Saatgänse zu sehen. Hier suchen sie nach Gräsern, Wurzeln und restlichem Getreide.
Sie haben ihre Brutgebiete in den arktischen Regionen Europas und Asiens. „In ihren Brutgebieten leben die Vögel in der Tundra, der Taiga, in Mooren und Sümpfen, oder in der Nähe von Gewässern.“ Schreibt der Nabu NRW /1/

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Saatgänse 2022

Weiter ist zu lesen: „Die Saatgans ähnelt optisch auch stark der in NRW wesentlich häufiger vorkommenden Blässgans sowie der Graugans. Kennzeichnend für die Saatgans ist allerdings der dunkle Kopf. Das Gefieder ist graubraun, Brust und Bauch sind heller. Der Schnabel hat eine dunkele Grundfarbe mit einem orangenfarbenen Mittelteil unterschiedlicher Größe. Die Farbe des Schnabels ist individuell. Im zweiten oder dritten Lebensjahr bilden sich Paare, die dann auf Lebenszeit monogam zusammenleben. Saatgänse können in freier Wildbahn über 20 Jahre alt werden. Ab Mitte Mai wird in der Regel auf einer kleinen Erhebung das Nest gebaut. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni erfolgt dann die Eiablage. Nach 27 bis 29 Tagen schlüpfen die Jungen, die bis ins nächste Jahr hinein im Familienverband bleiben.“

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Saatgänse 2022

/1/ https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/wasservoegel/04696.html

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Saatgänse 2022