Baumläufer

Es ist interessant anzusehen, wenn der Baumläufer die Baumstämme hinaufhuscht, emsig auf der Suche nach Insekten. Baumläufer brüten in der Zeit von April bis Juli. Ihre Nester haben sie in Baumspalten oder auch Spechthöhlen. Optische Unterschiede gibt es zwischen Männchen und Weibchen nicht. Das Gefieder passt sich optimal an die Rinde eines Baumes an. Der Waldbaumläufer ist etwas schlanker als der Gartenbaumläufer, er hat auch einen etwas kürzeren Schnabel und eine längere Hinterzehe. Was natürlich zur Bestimmung relativ wenig nutzt, wenn man nicht beide nebeneinander sieht. Zur Unterscheidung wird der Gesang herangezogen, da dieser bei beiden Arten signifikant unterschiedlich ist. An der Versorgung der Jungvögel sind beide Elternvögel beteiligt. Bilder aus dem Selfkant (Mai 2022) – Ihre Höhle haben sie in einer alten Kastanie. Emsig waren sie damit beschäftigt Futter für die Jungen herbei zu schaffen.

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Brandgänse

Brandgänse ernähren sich vor allem von kleinen Schnecken, Muscheln und Würmern. So ist ihr bevorzugter Lebensraum das Wattenmeer oder Flussmündungen. Im Inland bevölkern sie vorwiegend Klärteiche und Rieselfelder. Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen hat sich die Brandgans im Inland ausgebreitet und kann auch bei uns beobachtet werden.

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Jetzt hat die Balz begonnen. Bei der Balz bewegen sich die Männchen mit vorgestrecktem Hals voran. Der Kopf wird steil nach obern gestreckt, es sind ständigen Pumpbewegungen zu beobachten. Nähert sich einem Paar ein anderes Männchen oder Weibchen, dann werden diese sehr energisch verjagd. Diese Attacken und Scheingefechte können momentan eindrucksvoll beobachtet werden.

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Ob die Gänse weiter ziehen oder hier bleiben ist offen und hängt sicher auch davon ab, ob sie geeignete Nistmöglichkeiten finden. Brandgänse sind Höhlenbrüter und bevorzugen ein bis zwei Meter lange Erdröhren, dies können verlassene Kaninchen- oder Fuchsbauten sein

weitere Bilder.

Kormorane

Der Kormoran, Vogel des Jahres 2010, wurde als vermeintlicher Nahrungskonkurrent des Menschen gejagt und war anfangs des 20 Jahrhunderts in Deutschland fast ausgerottet. „Insgesamt ist in den letzten Jahrzehnten in Europa auf Grund von Schutzbestimmungen eine deutliche Bestandszunahme zu verzeichnen. In Deutschland leben rund 24.000 Brutpaare“ ist auf Wikipedia zu lesen. /https://de.wikipedia.org/wiki/Kormoran_(Art)/

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Hier in der Region gibt es die Meerraben (die grobe Übersetzung aus der lateinischen Bezeichnung) in der Teverner Heide (Bild oben) und im benachbarten Limburg an den Maasseen zu sehen. Die Maasseen – im niederländischen „Maasplassen“ (plas, dt. Tümpel) – befinden sich in Belgisch-/Niederländisch-Limburg. Die Landschaft wurde durch Kiesabbau in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Heute sind die Maasplassen ein gut besuchtes Naherholungs- und Wassersportgebiet.

Nahe Stevensweert (NL) befindet sich eine Kormorankolonie. Die Vögel zeigen hier eine großzügere Fluchtdistanz als in der Teverner Heide. Wahrscheinlich steht dies im Zusammenhang mit den zahlreichen Anglern, die hier ihr Glück versuchen. Zumindest wenn man still sitzt oder steht, sich nicht ruckartig bewegt, kann man die Vögel in einem relativ geringen Abstand beobachten und fotografieren.

Die vier Exemplare, die ich am 12.2.2022 beobachtet habe, hatte ich erst mit meinem Erscheinen verscheucht. Von weitem sah ich dann, dass die Kormorane auf ihren Baumstamm am Ufer zurück kamen. Die Deckung der Büsche ausnutzend und unter einem Tarnschal versteckt, konnte ich mich den Vögeln wieder unbemerkt nähern und die ersten Fotos in gehockter Stellung aufnehmen. Nach ca.30 Minuten in der Hocke war es zwangsweise notwendig, sich wieder langsam aufzurichten. Den Tarnschal hatte ich zwar immer noch um, doch nach und nach akzeptierten sie meine Anwesenheit, stehend ohne mich hinter dem Busch verstecken zu müssen.

Es war interessant zu sehen, wie die Kormorane fliegen, schwimmen, tauchen und dann auf dem Baumstamm sich ihr nasses Gefieder von der Morgensonne trocknen lassen.

zu den Bildern

Fakten

  • Ordnung: Suliformes, Familie: Kormorane (Phalacrocoracidae), Gattung: Phalacrocorax, Art: Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • 80 bis 100 cm groß
  • sie können bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen
  • Gewicht ca. 1.700 bis 3.000 Gramm
  • Teilzieher oder Zugvogel
  • Nahrung – vor allem Fische mit zehn bis zwanzig Zentimetern Körperlänge.

Quellen

  • https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/kormoran/
  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/kormoran/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kormorane