NGC 6992

Am 6.10.26 konnte den Cyrrus Nebel aufnehmen. Da das Bild vom Odyssey recht blass war, wollte ich ein besseres erhalten. APP hat sich leider nach dem letzten Update „verabschiedet“, läuft auf dem IntelMac gar nicht mehr, auf dem MacbookAir mit M5 geht das Normalisieren nicht. Die erzeugten Bilder sind absolut unbrauchbar.

Blieb nur das vom Odyssey erstellte JGP in C1 zu bearbeiten.
Ziel war es die Sterne zu entfärben und mehr Struktur und Farbe in den Nebel zu bekommen.

Schritt 1 – Entsättigen – Bilder jeweils anklicken um eine größere Ansicht zu bekommen.

Ausgangsbild in C1 geöffnet

Schritt 2 – AI Maskierung der Nebelflächen und die Bereiche wieder sättiigen und die Farben verstärken.

Schritt 3 – Ebene duplizieren, man hätte auch gleich die Farben stärker betonen können, so war es einfacher, das Optimum zu bekommen. (Deckkraft der zweiten Ebene variieren)

Schritt 4 – In einer weiteren Variante mit gleichem Ablauf wurde das Blau verstärkt und der lokale Kontrast angehoben.

„Neue Welten“ lassen sich zwar so nicht erschaffen, aber die Bilder kann man so sehr einfach anpassen. Wie weit das jeder treibt, ist Geschmackssache.

M81

Titelbild: von Unistellar; Bild unter GraXpert

Woher kommt der violette Schimmer? Luftverschmutzung – zur Aufnahmezeit am 25.9.2026 lag M81 nicht zuweit über dem Horizont. Darauf deuted auch der Farbschimmer etlicher Sterne hin.


Oder ist es die Eklärung über Google?

Der violett-blaue Schimmer: Junge Riesensegmente

Die äußeren Ränder und die Spiralarme zeigen auf kombinierten Aufnahmen oft einen intensiven violetten bis bläulichen Schimmer. [1, 2]

  • Heiße Sternhaufen: In Spiralgalaxien wie M81 konzentrieren sich die jüngsten und massereichsten Sterne in den Armen. Diese Sterne brennen extrem heiß (oft weit über 20.000 Grad Celsius) und strahlen den Großteil ihrer Energie im kurzwelligen Ultraviolett- und Blaubereich ab. [1]
  • Mischfarbe auf Fotos: Wenn das tiefe Blau dieser heißen Sternhaufen fototechnisch mit den roten Wasserstoff-Nebeln (H-Alpha) oder kosmischen Staubfiltern verschmilzt, entsteht in den Übergangszonen der Aufnahmen ein prächtiger violetter Farbeindruck. [1]
M81 Bearbeitung mit GraXpert – die Farbe ist verschwunden

Messier 81 (M81), auch bekannt als Bodes Galaxie, ist eine der hellsten und am leichtesten zu beobachtenden Spiralgalaxien am nördlichen Sternenhimmel. Sie befindet sich im Sternbild Großer Bär (Ursa Major) und bildet zusammen mit ihrer Nachbargalaxie M82 ein weltberühmtes Galaxienpaar.

Steckbrief und Astronomische Daten

EigenschaftWert / Beschreibung
TypSA(s)ab (eine klassische, hochentwickelte Spiralgalaxie)
Entfernungca. 12 Millionen Lichtjahre zur Erde
Durchmesserca. 90.000 Lichtjahre (etwas kleiner als unsere Milchstraße)
Scheinbare Helligkeit6,9 mag (unter perfekten Bedingungen theoretisch mit bloßem Auge sichtbar)
EntdeckerJohann Elert Bode im Jahr 1774

Nachtrag vom 2.10.2026

Eine Erklärung warum die Mehrzahl der Unistellar Bilder ins Violette gehen:

Unistellar-Teleskope nutzen eine aggressive, proprietäre Software-Filterung („Deep Dark Technology“), um Lichtverschmutzung live herauszurechnen. Wenn man versucht, Lichtverschmutzung (die im Spektrum oft gelb/grünlich durch Natriumdampf- oder LED-Lampen ist) rechnerisch abzuziehen, kippt der Weißabgleich im Hintergrund sehr leicht in die Komplementärfarbe. Die Gegenfarbe zu Grün/Gelb im Farbrad ist Violett/Magenta.


M57

Obwohl die Bedingungen am 27.09.2026 nicht optimal waren, habe ich versucht diese Galaxie aufzunehmen bevor der Mond sehr hell wurde. Richtig scharf ist die Aufnahme nicht, ich vermute, dass das am Dunst lag. Und das Auflösungsvermögen des Odyssey erreicht seine Grenzen.

Was sagt Google?

Für Einsteiger ist M57 ein lohnendes Ziel, da die Grundstruktur des „Rauchreifens“ bereits bei kurzen Belichtungszeiten und mit kleinen Teleskopen (oder sogar Teleobjektiven ab 150 mm auf einem Star Tracker) farbig abgebildet wird. Die wahre Herausforderung liegt in den Details. – Letzteres kann ich nur bestätigen.

Astrofotografische Steckbrief-Daten

Scheinbare Helligkeit: 8,8 mag (Sehr helles Signal).

Größe: ca. 1,4 × 1,0 Bogensekunden – M57 ist extrem kompakt und klein.

Beste Beobachtungszeit: Sommer und Frühherbst (steht dann nahe dem Zenit).

Auffindbarkeit: Sehr einfach direkt auf der Verbindungslinie zwischen den Sternen Sheliak und Sulafat.

Die Vorgeschichte: Ein sterbender Stern
Vor langer Zeit gab es an dieser Stelle einen ganz normalen Stern, ähnlich unserer Sonne, aber mit etwas mehr Masse (schätzungsweise 1,5- bis 3-mal so schwer wie die Sonne).
Dieser Stern fusionierte über Milliarden Jahre hinweg Wasserstoff zu Helium und später Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff.

Der Todeskampf: Aufblähen und Abstoßen (Vor ca. 4.000 bis 7.000 Jahren)
Als dem Stern der Brennstoff im Kern ausging, wurde er instabil. Er blähte sich zu einem Roten Riesenauf.
In heftigen Pulsen stieß er seine äußeren Gasschichten nach und nach ins All ab. Dieses abgestoßene Gas dehnt sich seither mit einer Geschwindigkeit von rund 20 bis 30 Kilometern pro Sekunde im Raum aus.

Das Leuchten: Die Geburt des Nebels
Zurück blieb nur der extrem heiße, freigelegte Kern des Sterns – ein Weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von über 100.000 Grad Celsius.
Dieser winzige, ultraleiße Kern sendet so intensive UV-Strahlung aus, dass er das zuvor abgestoßene Gas ionisiert. Das Gas wird dadurch zum Leuchten angeregt, genau wie das Gas in einer Leuchtstoffröhre. Das ist der Ring, den wir heute als M57 sehen.