Kiebitze im Selfkant

Dank der Bestandspflege gibt es im Selfkant noch etliche Kiebitze. Peter Hamacher schreibt dazu auf der Seite des Nabu Selfkant:

„Der Kiebitzbestand in NRW hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Es steht zu befürchten, dass der Kiebitz als Brutvogel bis 2030 ausstirbt, wenn nicht wirksame Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Heinsberg (UNB) hat deswegen verschiedene Schutzprogramme aufgelegt, um den Rückgang dieses markanten Feldvogels zu stoppen. So werden hierfür interessierten Landwirten verschiedene Möglichkeiten eines Vertragnaturschutzes angeboten.

Eine rein praktische Schutzmaßnahme ist die Markierung der Nester schon vor der Bodenbearbeitung oder auch auf früh bestellten Feldern, um sie dadurch vor unnötiger Zerstörung durch Feldarbeiten zu bewahren. Diese Hilfe für den Kiebitz mit relativ einfachen Mitteln hat die UNB in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer in diesem Jahr erstmals initiiert.

Dem Kreis war nämlich durch meine seit 2014 durchgeführten Brutrevierkartierungen bekannt, dass gerade im Bereich Selfkant ein noch relativ stabiler Kiebitzbestand vorhanden ist. Zunächst wurde die Naturschutzstation Haus Wildenrath beauftragt, hier erstmals im größeren Umfang die Kiebitznester zu markieren. Über die Landwirtschaftskammer wurden dann alle Landwirte vor Ort ausführlich über das Vorhaben informiert.

Ab Mitte März haben dann Frau Linzen als hauptamtliche Mitarbeiterin der Naturschutzstation und ich als freiwilliger Vertreter des Nabus bis Ende Mai genau 50 Nester markiert. Durch die schon laufende Kartierung der Brutreviere wurde das Entdecken von brütenden Kiebitzen erleichtert. War ein Nest ausgemacht worden, wurde jeweils ein Kunststoffstab ca. 5 m vor und hinter einem Nest in den Boden gesteckt.“

Quelle:

https://www.nabu-selfkant.de/2019/06/50-kiebitznester-im-bereich-unserer-og-markiert-ein-bericht-von-peter-hamacher-2/

Mit etwas Geduld lassen sich die Vögel aus dem Auto aus fotografieren. So werden Sie nicht gestört. Bilder bei Flickr:

Kiebitze

Bilder aus 2020

Renaturierung des Rodebachs

2002 wurde die Renaturierung des Rodebachs im Rat der Gemeinde Selfkant beschlossen.

2020 wurde der Plan in einem ersten Teilstück bei Süsterseel in die Tat umgesetzt.

Renaturierung Rodebach bei Suesterseel

2021 folgt jetzt die 1,6 km lange Strecke von Wehr nach Tüddern. Das Vorgaben beschreibt der Kreis Heinsberg in einem kleinen Video.

Renaturierung Rodebach bei Wehr

Ende Februar wurden die Rodungsarbeiten abgeschlossen.

Wie geht es weiter?

Die eigentlichen Bauarbeiten sollen etwa ab Juni beginnen und bis zum Spätherbst abgeschlossen sein. Das Bodenmaterial wird ausschließlich innerhalb der Baustelle bewegt, also nicht irgendwie über die Dörfer gefahren. Es wird dann am Ende in den alten Rodebach verfüllt und dieser wird dann aufgeforstet. In den nächsten Wochen wird der Baukorridor auf Reste von Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg abgesucht.

Update 16.8.2021 – Ende der vergangenen Woche wurde von Tüddern aus in Richtung Wehr mit der letzten Etappe begonnen. Aktuelle Bilder sind in meinem FlickrAccount zu finden. (siehe oben)

Frühling im Eiländchen

Vor einer Woche liefen noch die Schlittschuhläufer auf den überfrorenen Wasseransammlungen im Eiländchen. Mit Temperaturen von 20 Grad Celsius hat sich das Wetter radikal geändert. Auf den Wiesen herrschte ein reges Treiben, einzelne Störche und zahlreiche Kranichschwärme überflogen unser Gebiet. Nach Informationen des Nabu wurde am Samstag in Niedersachsen 1800 Kranichüberflüge gezählt.

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Update:23.2.2021 – Da wir uns diese Woche ein paar Tage Entspannung gegönnt haben, entdeckten wir mehr und mehr die Schönheiten der lokalen Natur. Bei frühlingshaften Temperaturen bereiteten die Spaziergänge viel Spaß. Und täglich kann Neues entdeckt werde. Heute waren es 15 Silberreiher, die wir auf einem Feld beobachten konnten. Ein Traktor verscheuchte sie. Später entdeckten wir sie auf einer anderen Wiese. Von einer Hecke geschützt kamen wir relativ nah an die scheuen Vögel heran.

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